..::Tokio Hotel Wonderland::.. - @ myblog.de

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Kapitel 11: …jemand anderes?

Sarah hatte meine Eltern dazu gedrängt, Bill zu sagen, ich wäre tot und war mit mir nach Amerika abgehauen.
Dies alles ist bereits 2 Monate her und ich hörte, dass Tokio Hotel nach Amerika kommen wollte. Der neue Gitarrist hatte ein Verhältnis mit dem Sänger. Es zerfraß mich innerlich und ich war nur noch ein Schatten meiner selbst. Meine eigene Band war erst vor kurzem berühmt geworden und in Deutschland kannte uns noch keiner. Ich war mittlerweile allein erziehend, weil Sarah ein Mädchen adoptiert hatte. Kurz darauf war sie mit dem Milchmann abgehauen, aber ich traute mich auch nicht zurück nach Deutschland. Wie würde Bill reagieren?! Ich saß gerade mit meinen Bandkollegen und Miriam im Studio, als unser Produzent reingestürmt kam. „Ihr seid die Vorband von Tokio Hotel!“, sagte er hektisch. Tokio Hotel war sehr beliebt. Alle freuten sich, nur ich nicht. „Morgen werdet ihr sie treffen, damit ihr euch kennen lernen könnt.“, sagte er noch und verschwand dann. Wir packten unsere Taschen und stiegen in unseren Bus. Tokio Hotel würden wir in Chicago treffen und wir waren in New York, also mussten wir einige Stunden fahren.
Als wir ankamen, ging es mir gar nicht gut. Miriam bemerkte das und schleppte mich sofort ins Hotelzimmer. „Du siehst gar nicht gut aus. Schlaf erstmal ein wenig.“, sagte sie. Sie war wie eine Mutter. Wenn ich etwas vergaß, erinnerte sie mich daran. Sie war schon 14 Jahre alt. Ein richtig cleveres Mädchen und bildhübsch. Bei 30 habe ich aufgehört die Körbe zu zählen, die sie Jungs gab. „Dad, meinst du, ich werde auch einmal berühmt?“, fragte sie. „Bist du doch schon.“, lächelte ich und sie grinste. Es klopfte an der Tür. Miriam ging öffnen und unser Produzent betrat den Raum. „In 20 Minuten fahren wir.“, sagte er. „Mir geht es nicht so gut. Soll doch Miriam stellvertretend für mich gehen.“, meinte ich. Mike nickte und verließ mit Miriam den Raum. Nun lag ich alleine in meinem Bett und merkte, wie mein Fieber langsam stieg. Ich schlief langsam ein.
Ich wurde davon wach, dass jemand über meine Wange strich. Ich öffnete verschlafen die Augen und sah Miriam. „Müsstest du nicht schon weg sein?“; fragte ich. „Nein, wir fahren jetzt erst. Wollte nur noch Tschüss sagen. Bis später Daddy.“, sagte sie und gab mir ein Küsschen auf die Wange. Ich wuschelte ihr kurz durch die Haare und dann ging sie grinsend. „Lass dich nicht verführen!“, rief ich ihr nach. „Ja, ja. Das sagt mein 3 Jahre älterer Vater!“, lachte sie und verschwand. Sarah hatte sie, wie schon gesagt, adoptiert und sie war ja schon 20 gewesen.
Es klopfte leise an der Tür. „Herein.“, krächzte ich und die Tür ging auf. Bill betrat den Raum und mein Herz begann zu rasen. „Hallo. Ich habe gehört, dass es dir nicht so gut geht. Mir auch nicht, also habe ich mir gedacht, wenn die anderen schon miteinander reden können, dann können wir das ja auch. Hallo, ich bin Bill Kaulitz. Der Sänger von Tokio Hotel.“, ratterte er in einem Mordstempo runter. „Ich weiß. Ich weiß alles…“, wisperte ich und er sah mich verwirrt an. Meine langen dunkelblonden Haare, die ich nicht mehr als Dreadlocks trug, sondern glatt, fielen vor mein Gesicht, während ich mich auf meinem Arm aufstützte. Bill sah sehr verwirrt aus. „Ach egal… Sag mal, stimmt das, dass du mit eurem Gitarrist zusammen bist?“, fragte ich und betete, dass dem nicht so wäre. „Ja, es stimmt. Jack und ich sind zusammen.“, sagte Bill und ich sank mit meinem Kopf wieder ins Kissen. Langsam fuhr ich mir mit meinen Händen über mein Gesicht. „Was hast du?“, fragte Bill, als Tränen über meine Wangen liefen. „Ich bin doch an allem Schuld…“, wisperte ich und merkte gar nicht, dass Bill sich auf die Bettkante gesetzt hatte. Er fühlte meine Stirn. „Oh, du hast ja Fieber.“, meinte er und lief ins Bad und kam danach mit einem kalten Waschlappen wieder, den er mir auf meine Stirn legte. „Ich hätte mich wehren sollen…“, schluchzte ich und begann zu weinen. Bill strich mir über die Wange. „Hey, was hast du denn?“, fragte er. „Ich… Weißt du eigentlich, wie ich heiße?“, fragte ich ihn leise. „Nicht wirklich. Ich weiß nur, dass du Tom heißt und dein Nachname beginnt mit K.“, sagte er. „Und wie heißt du?“, fragte ich ihn. „Bill Kau…litz.“, sagte er und riss die Augen weit auf. „Tom?!“, fragte er kreischend und schlug sich die Hände vor dem Mund zusammen. Ich nickte schwach und er sprang erschrocken auf. „D…das kann nicht sein! Du bist tot!“, schrie er. „Nicht so ganz. Sarah hat Mum und Dad dazu überredet, dir das zu sagen, aber in Wirklichkeit, hat sie mich hierher verschleppt. Ich habe dich so vermisst und als ich das mit dem komischen neuen Gitarristen gelesen habe, ist mein Herz in sich eingestürzt… Ich dachte, ich währe unersetzlich… Einerseits in der Band und andererseits für dich, aber da scheine ich mich getäuscht zu haben…“, sagte ich und drehte mich von ihm weg. „Aber…“, begann er. „Nein, ich verstehe schon, ihr ward euch zu gut, um aufzuhören und du liebst jemand anderes. Verstehe ich schon, aber ich werde nicht mit euch auf Tour gehen.“, sagte ich und deutete ihm zu gehen.

Kapitel 12: Erinner mich dich zu vergessen

Ich war total geschockt. Er sollte leben?! Und er lag gerade vor mir? Ich wollte es erst nicht glauben, aber als er es erklärt hatte, da glaubte ich ihm. Ich wollte ihm nicht wehtun und das mit der Band war Georgs Idee. Ich war ja zuerst strikt dagegen gewesen, aber als ich Jack dann sah, hab ich mich sofort verliebt gefühlt. Nicht so, wie bei Tom, aber ein wenig Gefühle waren da doch schon. Jetzt war ich mir gar nicht mehr sicher, dass ich Jack liebte. Wenn ich an ihn dachte, war nun das Kribbeln im Bauch verflogen und ganz schnell schlichen sich Gedanken an Tom hinein und verdrängten Jack. Ich hatte das Bedürfnis, Tom zu küssen und zu umarmen, aber er war eiskalt zu mir und schickte mich raus. Ich jedoch dachte gar nicht daran. Ich legte mich neben ihn und nahm ihn in den Arm. Er wollte nicht, denn er sträubte sich und als ich ihn küsste, stieß er mich weg. „Nein! Es ist zu spät, Bill! Verschwinde und komm nie wieder!“, schrie er schwer atmend und verlor kurz darauf das Bewusstsein. Ich quiekte erschrocken auf und stürmte wieder zu ihm. „Tom… Tom… Tom, sag was!“, sagte ich und klatschte auf seinen Wangen. Er schlug wieder die Augen auf und sieht mich kurz darauf böse an. „Verschwinde jetzt!“, zischte er und ich verließ mit Tränen in den Augen das Zimmer und ging in meines. Ich legte mich auf mein Bett und begann zu weinen. Leise begann ich zu singen…

Erinner mich die Träume nicht mehr zu teilen
Erinner mich es geht mir besser allein
Erinner mich frei zu sein

Wie jeden Tag lagst du neben mir
Du warst noch da
Nur deine Liebe nicht hier
Seit dem Augenblick gibt es kein Zurück
 
Es tut noch weg!

Geh!
Erinner mich dich zu vergessen
Ich bin süchtig wie besessen
Erinner mich dass ich dich übersteh

Geh!
Erinner mich dich zu vergessen
Mein versprechen nicht zu brechen
Erinner mich nach vorn zu schaun
Ich schaff es kaum aus diesem Albtraum

Erinner mich den Stolz nicht zu verliern
Erinner mich an mein Leben vor dir
Wo immer ich steh ohne dich

Ich bin Stärker mit der Wut im Bauch
Die Tränen spüln dich aus mir raus
Doch bei jedem Schritt
Nehm ich die Bilder mit

 Es tut noch weg!

Geh!
Erinner mich dich zu vergessen
Ich bin süchtig wie besessen
Erinner mich dass ich dich übersteh

Geh!
Erinner mich dich zu vergessen
Mein versprechen nicht zu brechen
Erinner mich nach vorn zu schaun
Ich schaff es kaum aus diesem Albtraum

Erinner mich den Stolz nicht zu verliern
Erinner mich an mein Leben vor dir
Wo immer ich steh ohne dich

Je mehr ich versuche zu verstehen
desto weniger weiß ich
wohin unsere Wege gehn
auch wenn es wie ein Messerstich
wirf mir die Wahrheit ins Gesicht

Erinner mich dich zu vergessen
Ich bin süchtig wie besessen
Erinner mich dass ich dich übersteh

Geh!
Erinner mich dich zu vergessen
Mein versprechen nicht zu brechen
Erinner mich nach vorn zu schaun
Ich schaff es kaum aus diesem Albtraum.
Erinner mich dich zu vergessen

Danach konnte ich nicht mehr und sackte in mir zusammen. Ich weinte wie ein Wasserfall und es hörte gar nicht mehr auf.
Als Jack um halb 11 ins Zimmer kam, weinte ich immer noch. Er kam zu mir und nahm mich in den Arm. „Was hast du, Schatz?“, fragte er. „Ich… Ich habe dir doch von der Sache mit meinem Bruder erzählt, nicht wahr?“, weinte ich. „Ja.“, sagte er und drückte mich an sich. „Er lebt… Ich war bei ihm… Er …er hasst mich wegen dir… Ich… Ich liebe ihn doch noch.“, wimmerte ich. Jack schaukelte mich sanft in seinen Armen. „Ich weiß… Ich weiß…“, flüsterte er. „Bill, ich werde jetzt mit dir Schluss machen… Ich stehe dir nur im Weg und ich wusste schon, dass der Gitarrist dieser Band dein Bruder ist. Alle wussten das, außer du.“, sagte er. „Ok…“, sagte ich und er küsste mich sacht. „Ich werde aus der Band aussteigen… Und in seiner Band spielen… Alles ist geklärt, wir tauschen… Leb wohl, mein Engel.“, sagte er und verließ mit seinen Sachen das Zimmer. „Jack!“, rief ich, als er in der Tür stand. Er drehte sich zu mir um. „Ich habe dich nicht benutzt, glaub mir.“, sagte ich und er nickte lächelnd. „Aber ich dich.“, sagte er und verschwand. Ich blieb verwirrt zurück. Kurz darauf kam ein Mädchen ins Zimmer. Sie hatte Koffer auf den Armen und stellte sie neben der Tür ab. Kurz darauf wurde Tom von seinen Bandkollegen rein getragen und auf das Sofa gelegt. Er schwitzte und wand sich. Ich lief schnell zu ihm und fühlte erneut seine Stirn. Es war schlimmer geworden. „Bill!“, stieß er aus und sein Körper bäumte sich auf. Was war nur los?! Ganz schnell griff ich nach seiner Hand und drückte sie. „Ich bin ja da… Was hast du?“, fragte ich. „Miriam!“, schrie er noch einmal und das Mädchen nahm seine andere Hand. „Ich will keine Schmerzen mehr spüren.“,  wimmerte er. Ein Arzt betrat den Raum. Er stieß uns weg und untersuchte Tom. „Grippeähnlich.“, sagte er. Ich hatte plötzlich das Mädchen im Arm und sie drückte sich an mich. „Ich habe Angst.“, sagte sie. „Wer bist du denn?“, fragte ich sie. „Seine Adoptivtochter.“, sagte sie. Ich drückte sie leicht an mich. Der Arzt gab Tom ein Medikament und sein Zustand besserte sich nach einigen Minuten. Er rief mich wieder zu sich und zog mich zu sich runter. „Ich liebe dich, vergiss das nie.“, sagte er und schloss sacht die Augen. Stumme Tränen liefen meine Wangen hinab…

Kapitel 13: The day you cried

I've seen the pain I caused, It's hard for me to lie
I didn't mean to make you cry
We could've built a castle high up in the sky
But the love we shared is somewhere far away

How deep is your love, hey, I can't deny?
The pain that I feel you're the reason why
If only I could've known that I could be so wrong
How deep is your love, I can see it inside
The times you cried and stayed by my side
I finally realised, the day you cried

I've lived and learned, some painful lessons in my life
And, hey, the truth I can't deny

Just give me one more chance to make this turn out right
Cause I need you here forever in my life

How deep is your love, hey, I can't deny?
The pain that I feel you're the reason why
If only I could've known that I could be so wrong
How deep is your love, I can see it inside
The times you cried and stayed by my side
I finally realised, the day you cried

I feel your pain, I need your touch
I see the truth inside these tearful eyes
 
I know next time, I'll make it up to you
 
I can't live without you
I swear I'll be true
Hey, all that I need, is to be where you are

How deep is your love, hey, I can't deny?
The pain that I feel you're the reason why
If only I could've known that I could be so wrong
How deep is love, I can see it inside
The times you cried and stayed by my side
I finally realised, the day you cried

How deep is love, I can see it inside
The times you cried and stayed by my side
I finally realised, the day you cried

Als ich die Augen wieder öffnete, lag Bill schlafend mit dem Kopf auf meinem Bett. Ich hob langsam meine Hand und strich durch seine Haare. Er wurde langsam wach und blinzelte verschlafen. Als er mich sah, lächelte er leicht. Ich strich mit meiner Hand über seine Wange und er schmiegte sich gegen meine Hand. „Bist du mir noch böse?“, fragte er leise. „Nein.“, hauchte ich und zog ihn sacht zu mir. Er sah in meine Augen. „Würdest du mich denn noch lieben?“, fragte er leise und sein Atem streifte meine Lippen. „Ja…“, hauchte ich und zog ihn an mich. Unsere Lippen berührten sich und Bill schloss seine Augen. Ich strich mit meiner Hand durch seine Haare und er löste sich langsam von mir. „Was ist eigentlich mit Sarah?“, fragte er. „Hat mich verlassen.“, sagte ich und er kuschelte sich an mich. „Nichts ist uns mehr im Weg.“, sagte er leise und ich nickte. „Nichts.“, wiederholte ich. Die Tür ging auf und unsere Eltern standen in der Tür. Mum nahm mich in den Arm. „Endlich darf ich dich wieder sehen.“, schluchzte sie. Bill sah sie böse an. „Sarah hat uns erpresst. Sie wollte Tom umbringen, wenn wir dir das nicht sagen.“, sagte Dad. Bill und ich waren entsetzt. Davon wusste ich noch gar nichts. Bill klammerte sich an mich. Er hatte Angst um mich. „Ich will dich nicht noch einmal verlieren.“, wisperte er und küsste mich sacht. „Ich dich auch nicht.“, sagte ich und er lächelte.

Kapitel 14: Sterben

Wenn ich dich sehe, wie du wieder glücklich bist, springt mein Herzchen Saltos. Tom, warum haben wir uns nicht früher wieder gefunden? Ich liebe dich doch immer noch unendlich doll… Und ich weiß, dass du es auch noch tust… Ganz sacht streiche ich dir eine deiner langen braunen Haarsträhnen aus dem Gesicht und beobachte dich, wie du schläfst. Niemals hätte ich mir geträumt, dass ich dich noch einmal wieder sehe… Du solltest… tot sein. Diese Sarah wird noch etwas von mir zu hören kriegen, verlass dich drauf da kann sie Gift drauf nehmen! Oh ja, dann mach ich mir ja noch nicht mal die Hände schmutzig, wenn sie das tut! Fies grinse ich und dann stehe ich vorsichtig auf und gehe mich fertig machen. Ich werde noch heute, genau jetzt, mit Georg und Gustav reden, damit sie wissen, was ich vorhabe… Sie sollen ruhig versuchen, mich davon abzuhalten…
Ich stehe vor ihrer Tür und klopfe. Gustav tritt kurz darauf in Boxershorts an die Tür. Sehr verwuschelt sieht er aus. „Was?“, nuschelt er. „Ich muss euch was sagen.“, sagte ich und schielte vorbei ins Zimmer und erblicke Georg im Bett. Soweit ich das sehe, hat er nichts an. Also wirklich, das macht man aber nicht so offensichtlich. Ich grinse und Gustav wird rot. „Ja, ja. Ich habe aber nicht gestört, oder?“, frage ich keck. „N…nein.“, stammelte Gustav. „Welcher Idiot stört uns?“, fragte Georg von hinten. „Aha…“, grinse ich. „Dieser Idiot heißt Bill und er hat festgestellt, was läuft!“, rief Gustav nach hinten. Georgs Gesichtszüge entgleisen leicht. „He, bin doch nur ich.“, lache ich und trete ein. „Also, was führt dich dazu, uns so spät noch zu stören?“, fragte Gustav. „Ich werde Sarah umbringen.“, sagte ich. „Du willst das gar nicht, weil du ins Gefängnis kommen könntest, deswegen sagst du das uns jetzt damit wir dich abhalten, stimmt’s? Warum bist du denn nicht bei Tom?“, fragte Georg. „1. habt ihr Recht und 2. wieso?“, antwortete ich. „Weil ich Sarah vor ein paar Stunden hier im Flur gesehen habe… Sie ist in euer Zimmer eingebrochen und hat festgestellt, dass ihr wieder zusammen seid.“, sagte Gustav. „Was?! Warum sagt ihr das nicht sofort?!“, kreische ich und renne zurück. Die Tür steht weit auf und als ich das Zimmer betrete, ist alles verwüstet. Von Tom fehlt jede Spur. Auf dem Boden hockt jemand. Es ist Miriam. Sie schluchzt. „Was ist passiert? Wo ist Tom?“, frage ich sie. Sie sieht zu mir auf. „Sie war da… Sie hat meinen kleinen Papa entführt.“, weinte Miriam. „Wieso kleinen Papa? Er ist doch älter als du.“ „Aber nicht vernünftiger.“, sagte sie lächelnd. Ich nicke. Sie hält etwas in der Hand. Ich nehme es und sehe, dass es ein Brief ist. Er ist mit roter Tinte geschrieben.

Billilein, wie geht’s?
Anscheinend gut genug, um ihn alleine zu lassen! Ich habe deinen Bruder entführt und du wirst ihn nie wieder sehen, weil ich ihn vom Empire State Building stoßen werde. Er wird sterben und du traurig sein! Ha! 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen und Miriam wird sich, so wie du, sicher umbringen!

Ciao deine Sarah

Unten drunter stand noch fast unentzifferbar:
PS: dieser Brief ist mit Toms Blut geschrieben und…Oh, er verliert immer mehr davon! ]:-)

Ich drücke den Brief fest an mich und dann zerknülle ich ihn. Miriam sieht mich an. „Dafür wird sie büßen.“, zische ich und rufe die Polizei und die Feuerwehr.

Am Empire State Building angekommen, sehe ich jemanden oben stehen. Die Polizei drängt mich ins Gebäude und nach oben, weil sie meinen, dass ich wichtig bin. Oben angekommen, sehe ich, wie Sarah Tom an ein Stahlrohr gebunden hat. Sie nimmt ein Messer und schneidet seine Pulsadern auf. Ich schreie sie an und sie sieht mich an. Sie grinst böse. „Ach, auch schon da?“, fragte sie gehässig. Ich nicke leicht. „Oh, zu spät!“, sagte sie und ließ sich festnehmen. Ich renne zu Tom und mache ihn los. Ganz sacht nehme ich ihn in den Arm. Er schlägt die Augen auf. „Ich will nicht sterben…“, flüstert er leise und singt kaum vernehmbar ein Lied…

So wie du mich ansiehst
So wie du mich ausziehst
So wie du dich fest liebst,
Soll es sein
So wie du mir mut machst,
So wie du mich anlachst,
So wie du mich sein lässt wie ich bin

Ist ein wunder...
Ist ein wunder...
Ist ein wunderbares Glück
Ist ein wunder...
Ist ein wunderbarer Augenblick
(zu sterben)
Denn schöner kann es gar nicht werden
In deinen armen zu sterben
Denn schöner kann es gar nicht sein
(zu sterben)
Denn schöner kann es gar nicht werden,
In deinen armen zu sterben
Den schöner kann es gar nicht sein

 So wie du mich wach küsst
So wie du im schlaf bist
So wie du mir einfach vertraust
So wie du mir halt gibst
So wie du was einsiehst
So wie du mir sagst das du mich liebst

Ist ein wunder...
Ist ein wunder...
Ist ein wunderbares Glück
Ist ein wunder...
Ist ein wunderbarer Augenblick
(zu sterben)
Denn schöner kann es gar nicht werden
In deinen armen zu sterben
Denn schöner kann es gar nicht sein
(zu sterben)
Denn schöner kann es gar nicht werden,
In deinen armen zu sterben
Denn schöner kann es gar nicht sein

Denn schöner kann es gar nicht sein
Zu sterben...

Ich drücke ihn an mich und weine. Er gibt mir einen Kuss und dann wird er mir entrissen von Ärzten.

Kapitel 15: … tot… Er ist tot.

Ich wurde langsam wach. Vorsichtig schlug ich die Augen auf und hatte kurz darauf einen Bill am Hals hängen. „Ich liebe dich! Ich liebe dich! Mach das nie wieder!“, weinte er vor Glück und drückte mich an sich. Ich drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Scheiße, diese dumme Kuh kann was erleben.“, sagte Bill und wischte sich die Tränen weg. „Ach ja?“, fragte ich. Er nickte. „Sie wird sich wünschen, nie geboren worden zu sein.“, sagte er und legte sich neben mich. Er kuschelte sich an mich und schloss die Augen. „Liebst du mich auch noch, wenn ich sie umbringe?“, fragte er leise. „Nein! Ich will nicht, dass du kriminell wirst!“, sagte ich entrüstet. Er sah mich mit seinen rehbraunen Augen an. „Ich will nicht, dass sie dir noch mal was tut.“, sagte er leise und küsste mich, aber ich schob ihn weg. „Du tust das nicht!“, sagte ich ernst. Er wollte mich wieder küssen, kam diesmal aber erst gar nicht so weit. „Mensch Tom! Du machst es auch nicht gerade leicht!“, maulte er. „Ich versteh dich echt nicht.“, sagte er und verließ den Raum. „Komm zurück!“, rief ich, aber er kam nicht zurück.

3 Wochen später kam ich aus dem Krankenhaus und wurde am Hotel von meiner Mutter abgeholt. Sie war sehr nervös, als wollte sie mir etwas sagen, konnte es aber nicht. „Spuck es aus.“, sagte ich deswegen zu ihr. Sie sah mich verwirrt an. „Sag einfach.“, sagte ich. „Bill…“, begann sie und fuhr einen Schlenker, weil sie weinen musste und nicht auf die Straße achtete. Sie fuhr rechts ran und brach über dem Steuer weinend zusammen. „Was ist mit Bill?“, fragte ich. „Er hat… man hat… tot… Er ist tot.“, sagte Mum und ich erschrak heftig. „Nein…“, wisperte ich, aber Mum schüttelte mit dem Kopf. „Es ist wahr.“, sagte sie. Ich brach weinend zusammen. „Aber.. wie?“, fragte ich. „Man hat ihn in einem Fluss treibend gefunden.“, sagte sie und schluchzte. „Ich will ihn sehen!“, sagte ich und sie fuhr langsam los. Als wir an ein großes weißes Haus kamen, kam gerade Gustav heraus. „Simone, Bill ist verschwunden.“, sagte er aufgeregt. „Wie, verschwunden?“, fragte sie. „Verschwunden halt.“; sagte Gustav. „Aber… he?“ „Jemand hat seine Leiche entwendet.“, meinte Gustav. Ich brach weinend zusammen.

Kapitel 16: Wenn er wüsste…

Ich saß auf der Rückbank eines Autos. Tot? Nein, das war ich nicht. Ha, wenn er wüsste! Eigentlich zog ich hier die gleiche Nummer ab, wie Tom es getan hatte, aber ich tat es freiwillig. Ich wollte weg aus dieser Situation. Jack fuhr in den Hinterhof eines großen Gebäudes. Er stoppte den Wagen und wir stiegen aus. Jack lief zu dem Eingang und ich folgte ihm. Es war ein Hotel. Unser Weg war lang. Deswegen würden wir hier übernachten. „Ein Doppelzimmer für 2 für eine Nacht.“, sagte Jack und bezahlte. Dann zog er mich hinter sich her zu dem Zimmer. Er schloss auf und als wir drinnen waren, schloss er ab. „Warum hast du dich doch für mich entschieden?“, fragte er und küsste verlangend meine Lippen. „Das könnte ich genauso gut dich fragen.“, lächelte ich und küsste sacht seine Lippen. „Hast Recht… Lassen wir das… Ich kann nicht mehr warten…“, sagte er und knöpfte meine Bluse auf. Er ließ sie auf das Sofa fallen, während wir zum Bett liefen. Ich knüpfte mit wenigen geschickten Handgriffen sein Hemd auf und ließ es zu Boden fallen. Ich sank auf das Bett und zog Jack hinter mir her. Er küsste meine Lippen und strich über meinen Bauch. „Liebst du mich wirklich?“, fragte er. „Ja…“, hauchte ich. Er öffnete meinen Gürtel und schob mir meine Hose von den Beinen.

[…]

Jack saß auf der Bettkante und rauchte. Ich sah ihn, das Gesicht auf meinem Arm abgestützt, an. „Na, mein Engel.“, lächelte er mich an. Er drückte seine Zigarette aus und krabbelte wieder zu mir. Er nahm mich in den Arm und küsste mich sacht. „Wo fahren wir hin?“, fragte ich. „Texas… Da wohnt meine Schwester auf einer großen Ranch.“, sagte er. „Cool.“, sagte ich und schlief müde ein.

Mitten in der Nacht wurde ich davon wach, dass jemand ins Zimmer kam. Ich sah auf und sah nur eine Silhouette. Die Person war kleiner als ich und kam auf das Bett zu. Jack schlief, weil er immer eine Schlaftablette nahm, damit er nicht immer aufwachte, weil er einen empfindlichen Schlaf hatte. „W… Wer bist du?“, fragte ich ängstlich. Mir wurde etwas Klebeband auf den Mund geklebt und ich wurde gefesselt. Dann wurde ich hoch gehoben und über die Schulter gelegt. Mein Koffer wurde von einer weiteren Person mitgenommen. Ich wollte mich wehren, wollte Schreien, wollte um mich schlagen, aber nichts ging. Die Person war nämlich 1. stärker und 2. war ich gefesselt wie ein Packet. Da hatte es wohl wer gut gemeint. Unsanft wurde ich in den Kofferraum eines Autos geworfen. Mein Koffer kam wenige Minuten später hinterher geflogen. Was lief hier eigentlich?! Ich wollte etwas sagen, aber das Klebeband machte mir einen Strich durch die Rechnung. Das Auto fuhr los und es fuhr sehr lange. Als der Kofferraum aufging, wurde mir ein Tuch um die Augen gebunden. Ja, auf Versteckspielen hatte ich jetzt auch Lust…! Nein, halt! Ich war entführt worden! Stimmt ja, da kriegt man die Augen zu… Ich wurde wieder hochgehoben und weggetragen. Ich hörte seltsame Geräusche und eine Durchsage. Klang wie Flughafen. Man, das ist gemein! Ich will sehen!

Kapitel 17: Hatte Bill sich auch so gefühlt…

„Was?!“, fragte ich aufgebracht. „Mensch, schrei doch nicht so!“, maulte Gustav. „Ja, ja! Aber, sag das noch mal!“, sagte ich. „Bill war in einem Hotel mit Jack.“, sagte Georg. „Was? Wo ist er jetzt?“, fragte ich. „Keine Ahnung. Jack meinte, er wäre verschwunden. Warte, er sagt gerade etwas von Zettel… Oh mein Gott…!“ „Was?!“, fragte ich. „Bill… er… wurde entführt… und die wollen ihn umbringen… Keine Lösegeldforderung. Die wollen ihn einfach nur umbringen!“, stotterte Gustav. Mir traten Tränen in die Augen. Ok, er war abgehauen, aber ich liebte ihn immer noch unendlich doll. „Das darf nicht wahr sein…!“, weinte ich und ließ mich in den Sessel fallen. Immer wieder schüttelte ich mit dem Kopf und mein Kopf fiel in meine Hände. „Ist schon gut, Tom.“, versuchte Gustav, mich zu beruhigen. „Ich brauch jetzt Zeit für mich… Ich muss nachdenken.“, sagte ich und Gustav legte auf. Kurz darauf piepte mein Handy erneut. Ich kramte es wieder hervor und meine Augen weiteten sich. Auf dem Display stand ein Name… BILL… Ich öffnete die Sms und las sie rasch durch…

Flugzeug… große Box… verknotet… frei gemacht… Angst… Hilfe! … umbringen… 2 Typen… nach DEUTSCHLAND… Magdeburg… Lagerhalle… es tut mir leid, was ich gemacht habe… hilf mir, ich liebe dich… Bill.

Total abgehackt, aber er schien sehr verängstigt gewesen zu sein und konnte keine richtigen Sätze tippen. Ich packte meine Tasche zusammen und wollte gerade aus der Tür raus, hatte sie auch schon offen, da wurde ich überwältigt und fiel zu Boden. Jemand saß auf mir drauf und klebte mir den Mund zu. Dann wurde ich gefesselt und über Geheimgänge aus dem Hotel gebracht. Ich konnte mich winden, wie ich wollte, es half nicht. Hatte Bill sich auch so gefühlt, wie ich jetzt?

Kapitel 18: das reinste Blutbad

Ich saß zusammengekauert in der großen Holzbox im Flugzeug. Ich hatte Angst, große Angst. Was hatten die bloß vor?! Tom, wo bist du nur? Stumme Tränen liefen meine Wangen hinunter. Ich zog meine Knie an meinen Körper und umschlang sie mit meinen Armen. Ich hatte mich aus meinen Fesseln befreit, aber was brachte mir das? Ich war in einem Flugzeug, da gab es kein Entrinnen! Mein Handy vibrierte. Eine Sms von Tom. Ob er meine wohl bekommen hatte?

Bill! Ich sitze, zu einem Packet geschnürt, in einem Jet und kann mich nicht befreien. Es geht auch nach Deutschland. Das scheinen die gleichen Typen zu sein, wie bei dir… Ich habe dir verziehen, aber ich habe Angst um dich. Was, wenn die uns wirklich umbringen? Ich will das nicht! Ich liebe dich, pass auf dich auf… Tom

Nein! Er sollte nicht  auch entführt werden! Ich schluchzte los und vergrub mein Gesicht in meinen Armen, die immer noch um meine Beine geschlungen waren. Das Flugzeug setzte zur Landung an und die Kiste wurde danach bewegt. Ich hörte dumpfe Flughafendurchsagen. Vor dem Gebäude wurde die Kiste geöffnet und ich wurde wieder verschnürt. Dann schubste man mich in einen großen Kofferraum. In der hintersten Ecke saß Tom. „Tom…“, stieß ich aus und er sah zu mir. Seine Augen füllten sich mit Tränen. Ich befreite mich aus meinen Fesseln und krabbelte zu ihm. Ich machte ihn frei und wir fielen uns in die Arme. Die Tränen flossen nur so. „Bill… Ich hatte so Angst um dich.“, flüsterte er. „Aber es kommt doch noch schlimmer…“, flüsterte ich und schmiegte mich an ihn. Er nickte und hauchte mir einen Kuss auf die Lippen. Die Tür des Kofferraums ging auf und wir sahen zwei dunkel gekleidete Gestalten. Sie trugen Mützen, die bis ins Gesicht reichten. Anscheinend wollten sie nicht, dass man sie erkennt oder so. Wir wurden getrennt. Ich wehrte mich und wollte zu Tom. Als er sich losgemacht hatte, stürmte er zu mir und sie ließen uns zusammen, unter der Bedingung, dass wir keine Scheiße machen. Wir nickten und folgten den Männern. In dem großen Luxushaus wurden wir von einem Mann in Empfang genommen. Er rauchte. „Na, wie war der Flug?“, fragte er und pustete den Rauch aus. „Super.“, knirschte Tom und drückte mich an sich. „Bringt die beiden in ihr Zimmer. Wir werden David Jost kontaktieren, dass seine Schützlinge bald tot sind. Ach und sagt ihm Marco grüßt ihn.“, sagte der Mann und wir wurden in ein Zimmer gebracht und es wurde abgeschlossen. Ich ließ mich auf das Bett fallen. Tom ließ sich neben mich fallen. Ich kuschelte mich an ihn und er legte den Arm um mich. „Ich hab Angst, Tom.“, sagte ich leise und er drückte mir einen Kuss auf die Haare. „Alles wird gut.“, flüsterte er und die Tür ging auf. Der Mann kam ins Zimmer und seine Handlanger installierten eine Kamera. „Wir wollen diesen Moment doch festhalten, oder nicht?“, lachte er fies. „Sie werden ins Gefängnis kommen!“, zischte Tom und hielt mich schützend fest. Der Mann trat vor das Bett. Er zog ein Messer aus einer Tasche und hielt es Tom an den Hals. „Noch ein Wort und ich stech zu!“, drohte er. Ich zog Tom zurück. „Er sagt nichts mehr.“, sagte ich scheu. „Siehst du, dein Bruder hat den Ernst der Lage schon gecheckt. Vielleicht behalt ich ihn mir als Spielzeug…“, überlegte der Mann. „Wag es dich ja nicht, Hand an meinen Bruder zu legen.“, zischte Tom wieder und der Mann rammte ihm das Messer in den Bauch. Tom stöhnte auf und presste die Lippen zusammen. Ich schrie auf und ließ Tom los. „Ruhe!“, schrie der Mann und hob bedrohlich das Messer. Ich verstummte und sah ihn ängstlich an. Der Mann trat zu mir und strich mir mit der Hand über die Wange. „Du bist ganz hübsch. Ich spiele wirklich mit dem Gedanken, dich in meine Spielzeugsammlung aufzunehmen…“, sagte er und mir schossen Tränen in die Augen. „Lass meinen Bruder in Ruhe und fass ihn nicht mehr an!“, presste Tom unter Schmerzen hervor. Das Messer rammte sich in seinen Rücken und er bäumte sich kurz auf. „Lassen sie das bitte!“, flehte ich. Der Mann sah zu mir. „Ich lasse ihn unter einer Bedingung in Ruhe…“, begann er. „Bill, nicht…“, stöhnte Tom. „Ruhe!“, zischte einer der Männer und stieß ihm in die Seite. Tom stöhnte kurz. Ich sah ängstlich zu ihm. „Die Bedingung ist, dass ich mit dir spielen darf…“, sagte der Mann und grinste böse. Ich sah zwischen ihm und Tom hin und her. „Bill, nicht…“, wiederholte Tom. „Ich mach’s…“, sagte ich leise und schloss die Augen. Der Mann strich mir über die Wange und nahm meine Hand. Er zog mich auf die Beine und hinter sich her. Ich öffnete noch einmal kurz die Augen und sah zu Tom. Er schüttelte mit dem Kopf und sank auf das Bett.
Der Mann zog mich in ein anderes Zimmer. Er schob mich zum Bett und begann, mein Shirt hoch zu schieben…

Ich wickelte die Decke eng um meinen Körper. Der Mann machte sich eine Zigarre an. „Da vorne ist dein Bad, ich bin im Zimmer gegenüber. Sag Bescheid, wenn du etwas brauchst.“, sagte er und verschwand. Ich zog die Decke noch enger um meinen Körper und Tränen rannen über meine Wangen. Ich stand auf und lief ins Bad. Es war groß und luxuriös, genauso, wie der Rest des Hauses. Ich ließ die Decke zu Boden gleiten und stieg in die Dusche. Ich fühlte mich so schmutzig und schrubbte bis meine Haut an einigen Stellen aufgekratzt und blutig war. Als ich fertig war, weinte ich immer noch und zog mich langsam an. Meine Haut brannte und ich hatte irre Schmerzen. Ich ging langsam aus meinem Zimmer und klopfte bei Marco an die Tür. Sie öffnete sich und er lächelte mich an. „Na, was ist?“, fragte er. „Darf ich zu meinem Bruder?“, fragte ich und er wischte meine Tränen aus meinem Gesicht. „Wein doch nicht, das macht mich traurig…“, sagte er sanft. „Darf ich zu Tom?“, fragte ich erneut. Er nickte leicht und wies auf eine Tür am anderen Ende des Flurs. Ich wollte dort hin gehen, aber vorher zog Marco mich noch einmal zu sich und küsste mich. Dann lies er mich zu Tom gehen. Ich stand vor der Tür und traute mich nicht recht, hinein zu gehen. Ich klopfte vorsichtig, aber nichts regte sich. Ich klopfte erneut. Wieder nichts. Ich öffnete die Tür und sah Tom am Fenster stehen und rauchen. Er sah mich nicht einmal an. „Verschwinde.“, sagte er und ich verspürte einen Stich im Herzen. „Tom… Bitte, das ist die einzige Möglichkeit…“, sagte ich und lief zu ihm hin. Er drehte sich zu mir um. “Ach ja?“, zischte er. „Ja!“, sagte ich. „Du bist so was von naiv, Bill! Die werden mich trotzdem umbringen und dich auch, wenn er den Spaß an seinem Spielzeug verloren hat!“, sagte Tom. „Das ist nicht wahr!“, schrie ich und er schlug mich gegen die Wange. Ich hielt sie mir und drehte mich, mit Tränen in den Augen, auf dem Absatz um und wollte gehen, aber er hielt mich plötzlich an der Schulter fest. Er hatte eine der Wunden getroffen und ich zuckte heftig. Er ließ los. „Was hast du?“, fragte er. „Nichts…“, sagte ich und wollte gehen, aber er zog mich am Arm zurück und streifte mein Shirt aus. Als er die Wunden sah, sah er mich schockiert an. „Was hast du gemacht?!“, fragte er. „Ich fühlte mich so schmutzig und der Dreck ging nicht ab.“, sagte ich und fiel Tom weinend in die Arme. Er strich mir sanft über den Rücken. „Es ekelt mich so an…“, weinte ich und er drückte mir einen sachten Kuss auf die Haare. „Alles wird wieder gut… Die Typen haben David angerufen… Der holt uns hier wieder raus…“, sagte Tom und ich sah, dass seine Wunden verbunden waren. „Ich hoffe, dass ich bis dahin nicht Selbstmord begangen habe…“, sagte ich weinend. Tom drückte mich fest an sich. „Tu das nicht.“, sagte er. „Ich weiß nicht, ob ich dir das versprechen kann…“, schniefte ich. Es klingelte an der Haustür. Ich streifte mir mein Shirt über und verließ das Zimmer. Marco kam mir entgegen, weil er die Tür öffnen wollte. „Komm ruhig mit.“, sagte er und ich folgte ihm langsam die Treppe runter. An der Tür blieb ich hinter ihm stehen. Er öffnete die Tür und David kam ins Haus gestürmt. „Wie kannst du es nur wagen?! Lass sie sofort gehen, oder ich werde dich anzeigen!“, schrei er aufgebracht und als er mich sah, stoppte er überrascht. „Aber…“, begann er. „Darf ich dir Vorstellen, David. Das ist mein Freund Bill. Bill, das ist David Jost. Er ist ein ziemlich erfolgreicher Produzent.“, stellte Marco uns, scherzeshalber, einander vor. „Ich weiß…“, sagte ich leise und sah zu Boden. „Wie bitte? Bill ist mit dir zusammen?!“, fragte David erschrocken. Marco nickte und hob mein Kinn an, um mich dann zu küssen. Mir lief eine Träne über die Wange, aber Marco wischte sie schnell weg. „Und wo ist Tom?“, fragte David. „Der ist oben.“, sagte Marco. „Franz! Hol doch mal Tom!“, rief er nach oben. Kurz darauf kam einer der Männer mit Tom die Treppe runter. Tom sah nicht glücklich aus, als er mich in Marcos Armen sah. Ich sah wieder auf den Boden. „Tom! Wie geht es dir?“, fragte David. „Gut…“, log Tom. „Du solltest wieder gehen, David.“, sagte Marco und David wurde raus geschoben. „Wenn was ist, ruf mich an.“, formte David mit den Lippen und ich nickte leicht.
Nachdem er weg war, wurde Tom zurück ins Zimmer gebracht und ich ging in meines. Ich legte mich aufs Bett und schlief nach einiger Zeit ein.
Als ich wieder wach wurde, ging meine Tür auf und Tom kam zu mir. Es war dunkel draußen, also Nacht. Er setzte sich zu mir aufs Bett und strich mir die Haare aus dem Gesicht. „Bill, warum machst du das?“, fragte er sacht. „Weil ich nicht will, dass die dich umbringen.“, sagte ich. Tom legte seine Lippen auf meine und küsste mich leidenschaftlich. Wir lagen wild küssend auf dem Bett, als plötzlich Marco in der Tür stand. Ich hatte Angst, als er Tom von mir wegreißen ließ. Ich tippte schnell eine SOS-Sms an David und musste dann mit ansehen, wie Marcos Schlägertypen Tom niederstachen. Mit Tränen überströmtem Gesicht sah ich Marco an. Er wies auf mich und ich wurde vom Bett hochgezogen. Das letzte, was ich spürte waren heftige Stiche in meinem Bauch. Dann sackte ich zu Boden. Marco und die Typen verschwanden, weil sie Polizeisirenen hörten. Ich griff nach Toms Hand, wobei dieser den Druck nur schwach erwiderte. Die Tür wurde aufgerissen und ich sah Gustav. „Ach du scheiße, das ist ja das reinste Blutbad!“, rief er erschrocken aus und dann wurde alles Schwarz.

Kapitel 19: Wenn du gegangen wärst…

„Tom!“, rief Georg aus, als ich die Augen aufschlug. „Wo bin ich?“, fragte ich stöhnend und richtete mich unter Schmerzen auf. „Im Krankenhaus. Ihr wurdet niedergestochen.“, sagte er. „Wo ist Bill?“, fragte ich. „Er liegt im Koma… So wie du… Schon seit 3 Wochen.“, sagte Georg niedergeschlagen. Ich sprang auf und sank sofort wieder, wegen einem Stechen im Bauch, auf das Bett. „Nicht so hastig! Deine Wunden sollen doch nicht wieder aufgehen!“, mahnte Georg. „Was ist mit den Tätern?“, fragte ich und richtete mich jetzt langsam auf. „Die sind im Gefängnis. In einem Monat ist die Gerichtsverhandlung und ihr müsst da auch hin.“, sagte Georg und ich lief zur Tür. Georg kam hinterher und stützte mich. „Wo ist jetzt Bill?“, fragte ich. Die Tür vom Nebenzimmer ging auf und in dieser standen Gustav und Bill. Ich lief, so schnell es unter den Umständen ging, zu Bill und schloss ihn in meine Arme. Auch er umklammerte mich. „Tom…“, flüsterte er und Tränen liefen über seine Wangen. „Keine Angst, alles wird wieder gut…“, sagte ich und er nickte. „Ja, das wird es.“, sagte er. Eine Krankenschwester kam den Gang entlang. „Nanu! Sie sind ja wach!“, sagte sie erstaunt. „Dann können sie ja auf ein Zimmer verlegt werden…“, sagte sie lächelnd und wir nickten leicht. Ganz sacht küsste ich Bill auf seine Lippen. Er lächelte mich an und schmiegte sich an mich. „Wenn du gegangen wärst, hätte ich mich umgebracht…“, sagte ich leise. „Ich bei dir doch auch.“, sagtest du leise und wir wurden in ein Zimmer gebracht, in dem 2 Betten standen. Wir legten uns, nach Aufforderung des Arztes, der uns untersucht hatte und mitgeteilt hatte, dass wir nur noch 4 Tage da bleiben müssen, in die Betten und schliefen kurz darauf ein.

Kapitel 20: Tom, wo bist du nur?!

Ich gähnte herzhaft und sah zu Toms Bett rüber. Er schlief noch. Na, wenigstens waren wir zusammen und endlich mal wieder in Magdeburg- zu Hause!!! Ich hatte total gute Laune heute, das war ja mal voll beängstigend! Immer, wenn es mir gut ging, passierte so meistens was Schlimmes. Na ja, heute wohl nicht. Ich lag im Krankenhaus, da konnte nichts Schlimmes passieren. Dachte ich zumindest…

Um 4 Uhr nachmittags musste ich zu einer Untersuchung und Tom schlief wieder. Er war nur 2 Stunden wach gewesen und war dann wieder eingeschlafen. Der Arzt untersuchte meine Wunden, als eine Schwester ins Zimmer gestürzt kam. „Er ist weg!“, schrie sie total in Ekstase. „Wer?“, fragte der Arzt. „Tom Kaulitz! Er ist verschwunden!“ Ich sah zu ihr. „Was?“, fragte ich leise.
Ich war wieder zurück in meinem Zimmer und weinte. Tom, wo bist du nur?! Die Tür ging auf. „Bill?“, fragte Mum leise. Sie hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Sie kam zu mir und strich mir über die Haare. „Wo ist er?“, fragte ich. „Wir haben einen Erpresserbrief gekriegt.“, sagte sie. „Von wem?“, fragte ich. „Marco.“, sagte sie leise. Ich schüttelte erschrocken mit dem Kopf. „Nein! Alles, bloß das nicht!“, stieß ich aus. Sie nickte leicht. „Doch, leider.“, sagte sie. Ich schlug mein Kissen halb kaputt. „Nein! Nein! NEIN!“, schrie ich und bewegte mich ruckartig und kurz darauf zog sich ein Ziehen durch meinen Körper. Dann begannen meine Wunden wieder zu bluten. Mum holte sofort einen Arzt. „Bill, beruhig dich! Deine Wunden reißen auf!“, sagte sie erschrocken. „Mir egal!“, schrie ich und der Arzt betäubte mich.

 

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Brüder

1. Teil: Kapitel 1-10 ; Kapitel 11-20 ; Kapitel 21-30 ; Kapitel 31-40 ; Kapitel 41-43 (Ende)
2. Teil: Kapitel 1-10 ; Kapitel 11- Ende
3. Teil: Kapitel 1 ; Kapitel 2

Deep Inside

1. Teil: Kapitel 1- 8 (Ende)

Zusatz

FFs: Lebe die Sekunde ; Totgeliebt ; Instant Karma
Sonstiges: Gegen Fremdenfeindlichkeit ; Bill ; Tom
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