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Totgeliebt

Autorin: ich
Hauptpersonen: Bill u. Tom
Ganz kleine Nebenrollen: die Mum der Zwillinge, Gustav und Georg
Genre: Slash, Twincest, Lemon, Drama, Death, Mpreg (=Abkürzung für male pregnancy => Schwangerschaft eines Mannes)
Claimer: Die Idee zu der FF und der Verlauf etc. sind natürlich alles meins ^^
Disclaimer: die Personen sind nicht meins
Warnung: seeeeehr viele Rückblenden!!!! Selbstmord
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Traurig… Das war einfach zu traurig… Wie so eine Liebe an sich selber kaputt gehen konnte. Verdammt, sie hatten doch noch so viel vor!

es ist vorbei
es ist vorbei

Langsam ging die Sonne auf und es wurde sich durch die langen schwarzen Haare gestrichen. Langsam öffnete der schlanke Junge seine Augen und erblickte als erstes an diesem Morgen das, was er nicht hatte sehen wollen. Den verhängnisvollen Brief, der alles zerstört hatte. Alles! Langsam und schwerfällig richtete er sich auf.
Er sah auf die Uhr. 12 Uhr… Zu spät, um irgendwas zu verhindern. Zu spät, um etwas zu tun. Es war zu spät.
Heiße Tränen rannen über seine bleichen Wangen.

Mit jeder Zeile
stirbt ein Gefühl
was bleibt ist Finsternis

Leise hörte er eine Stimme klagend singen. Er stand langsam auf und verließ sein Zimmer. Langsam und vorsichtig lief er durch den Flur und folgte den Klängen dieser Stimme. Sie war leicht rau und dunkel. Doch sie hatte etwas Magisches.

es bringt mich um
weil unser Traum
in Trümmern liegt

Er öffnete die Tür zur Küche. Dort saß seine Mutter vor dem Radio und sie hatte Tränen in den Augen. „Mum?“, fragte er leise. Sie drehte sich zu ihm um. „Oh, du bist wach?“, fragte sie. Er nickte leicht.

~~Rückblende~~

„BILL!“, schrie sein Bruder einmal laut. Doch er schlug einfach die Tür hinter sich zu. Der konnte ihn mal gern haben! Deprimiert ließ er sich auf sein Bett fallen und schlug sein kleines Buch auf. Englischlektüre… Wer kommt denn auf die Idee, in der Schule anderssprachige Bücher zu lesen, als Deutsch? Genau, den sollte man ausfindig machen und ihm die Meinung sagen!
Missmutig schlug er das kleine, halb zerfallene Buch auf. Dafür hatte er schon echt Ärger gekriegt. Aber was konnte er denn dafür, dass es „aus Versehen“ in die Toilette gefallen war? Er hatte gerade runterspülen wollen, da hatte ihn seine Mutter erwischt und ihn angemault, dass man 5€ nicht in der Toilette runterspült. Ja, ja. Schon ok… Aber warum sollte man für so was eigentlich Geld bezahlen?

Plötzlich wurde gegen seine Tür geballert. „Bill! Mach auf! Das ist doch lächerlich!“, rief sein Bruder. Doch er dachte gar nicht daran! „BILL!“, schrie es noch einmal von vor der Tür und dann knallte etwas heftig gegen die Tür. Der schwarzhaarige Junge erschrak heftig und warf seine „tolle“ Lektüre im hohen Bogen in den Mülleimer. Mist! Wie sollte er die da jetzt wieder raus kriegen? Er würde ganz sicher nicht in den Papierkorb langen. Wer weiß, wann er den das letzte Mal ausgeleert hatte und was da alles drin lag.
Langsam stand er auf und ging zur Tür. Er schloss sie auf und machte sie vorsichtig auf. Vor seiner Tür lag ein kaputter, schwarzer Föhn. Hey! Das war doch seiner! Er schnaubte kurz und ging rasch auf die Tür des Zimmers seines Bruders zu. Er klopfte fest und energisch dagegen. „Ja bitte?“, kam es zurück. Der schlanke, große Junge riss die Tür auf und hielt seinem Bruder den Föhn hin. „Du hast meinen Föhn kaputt gemacht!“, schrie er aufgebracht. „Ach, das ist doch nur ein Föhn.“, kam es zurück. „Nur ein Föhn?! Spinnst du jetzt total?! Das ist mein Föhn und der ist überlebenswichtig! Wie soll ich mir jetzt, bitteschön, die Haare stylen?!“, schrie der Schwarzhaarige aufgebracht. Sein Bruder kam zu ihm und strich ihm die, wild abstehenden, Haare aus dem Gesicht. Dabei strich er ihm über die Wange. „Lass da…“, begann der jüngere Zwilling, aber sein Bruder stoppte sein Sprechen, indem er seine Lippen auf die seines Zwillings legte. „Mhh!!“, machte Bill und wollte sich von seinem Bruder trennen, aber der legte seine Hand auf Bills Hinterkopf und drückte ihn somit gegen sich und ihre Lippen blieben aufeinander.

Nach ungefähr 15 Minuten trennten sie sich dann doch und Bill keuchte heftig. Eeehks! Luftholen! Tief einatmen und ausatmen… Das war Luft raubend! Tom lächelte leicht. „I... Ich... du... ehm...“, stotterte Bill und blinzelte. Dann stürmte er aus dem Zimmer. Tom schüttelte lachend den Kopf und legte sich auf sein Bett. Er sah an die Decke und schloss die Augen. Die Lippen seines Bruders waren einfach so weich… Die könnte er Stundenlang küssen oder auch einfach nur berühren.

~~Rückblende ende~~

Langsam setzte sich der Junge wieder in Bewegung. Verdammt! Seine Mum weinte schon wieder! „Mum, nicht weinen… Du bist doch nicht Schuld daran.“, flüsterte er. „Woran?“, fragte sie verwirrt. „Tom wird… hat sich heute…“ Bill konnte den Satz nicht beenden. Seine Mutter war an ihm vorbei und in Toms Zimmer gestürmt. Sie schrie einmal laut auf. Kurz darauf eilte sie aus dem Haus und das Auto startete. „Er wird nicht zurückkommen… Er wollte es so…“, flüsterte Bill und lief in Toms Zimmer. In der Tür blieb er stehen und erstarrte.

~~Rückblende~~

Er saß jetzt wieder in seinem Zimmer auf seinem Bett und dachte nach. Über Tom und sich? Nein, über eine Möglichkeit, wie er die Lektüre retten könnte. Das mit Tom und ihm war ihm zu kompliziert- im Moment. Er stand von seinem Bett auf und lief die Treppe runter in die Küche. Dort musste doch was Hilfreiches zu finden sein… Nach langem Suchen  fand er eine lange Küchenzange. Ja! Perfekt! Er nahm sie mit und angelte damit das Buch wieder aus dem Mülleimer. Dann brachte er die Küchenzange in die Spülmaschine.
Als er wieder nach oben gehen wollte, stieß er auf der Treppe mit Tom zusammen. Der grinste ihn an. „Was wird jetzt aus uns?“, fragte er. Bill legte den Kopf schief. „Weiß nicht. Machen wir weiter, womit wir vor 3 Wochen begonnen haben?“, fragte er dann. Tom lächelte. Natürlich! Er nickte. Bill stieg wieder ein paar Stufen zu seinem Zwilling hoch und küsste ihn kurz. Dann verschwand er in seinem Zimmer. Tom ging nach unten. Bill legte sich auf sein Bett und schloss die Augen. Langsam schlief er ein.

Tom jedoch ging in die Küche und griff zum Telefon. Kurz darauf hatte er seinen Freund Gustav an der Strippe. „Hey Gustav!“, sagte er. „Ach, ihr lebt noch?“, kam es zurück. Tom musste kurz lachen. „’türlich! Warum auch nicht?“, grinste er. „Nur so ne Frage…“, schmunzelte Gustav kurz, „Und? Wie ist es jetzt mit euch zweien?“„Na ja… Ab und zu kriselt es schon, aber das manchmal ist das sogar ganz lustig.“, lachte Tom. „Na dann. Was willst du eigentlich von mir?“, fragte Gustav. Tom grinste. „Gehen wir heute vielleicht noch ein wenig Fahrradfahren?“, fragte er dann. „WAS?! Du und Fahrrad fahren?! Oh mein Gott! Soll ich einen Arzt rufen?!“, meinte Gustav. Tom lachte auf. „Ne, nur mit dem Fahrrad zu mir kommen. Mehr nicht.“, meinte er dann. „Ok, ok… Dann düs ich mal los.“ Aufgelegt. Tom kicherte. Den hatte er mal echt durcheinander gebracht. Fahrrad fahren… Mist, jetzt musste er wirklich mit so einem Drahtesel durch die Gegend gurken… Streiche haben immer ihre Nachteile… Auf jeden Fall seine immer… Er hüpfte die Treppe hoch und zu seinem kleinen Bruder ins Zimmer. Der schlief jedoch tief und fest. Tom lächelte und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn. Dann verließ er das Zimmer wieder.

~~Rückblende ende~~

Geschockt sah er sich im Zimmer um. Das Mobiliar hatte sehr unter einem Wutanfall oder ähnlichem gelitten. Der Fernseher lief. Ein Nachrichtensender… Mein Gott! Er schlug die Hände vor dem Mund zusammen und Tränen liefen über seine Wangen. Nein, nein, nein, nein, nein! Er ließ sich auf Toms Bett sinken- lag jetzt mit dem Rücken darauf und sah verschwommen die Decke. Er konnte sich nicht mehr regen. Ein Zittern überkam ihn, wie ein Stromschlag. Draußen brach ein Gewitter los.

es ist vorbei
es ist vorbei

„Komm und hilf mir fliegen- Leih mir deine Flügel -Ich tausch sie gegen die Welt- Gegen alles, was mich hält- Ich tausch sie heute Nacht- Gegen alles, was ich hab“. Sein Handy vibrierte in seiner Hosentasche. Zitternd hob er ab und nahm es an sein Ohr, um zu hören. „Bill?“, kam es verweint aus dem Telefon. Jetzt musste er heftig schlucken. „Bill, singst du… für mich?“ Er schloss gequält die Augen. Doch er tat es. Er sang. Es kam einfach aus ihm raus, obwohl er es gar nicht wirklich tun wollte. Sein Körper hatte sich, samt Stimme, selbstständig gemacht.

Über den Dächern
ist es so kalt
und so still
Ich schweig deinen Namen
weil du ihn jetzt
nicht hören willst
Der Abgrund der Stadt
verschlingt jede
Träne die fällt
Da unten ist nichts mehr
was dich hier oben
noch hält

Ich schrei in die Nacht für dich
lass mich nicht im Stich
Spring nicht
Die Lichter fangen dich nicht
sie betrügen dich
Spring nicht
Erinner dich
an dich und mich
Die Welt da unten zählt nicht
Bitte spring nicht

In deinen Augen
scheint alles sinnlos und leer
Der Schnee fällt einsam
Du spürst ihn schon lange nicht mehr
Irgendwo da draussen
bist du verloren gegangen
Du träumst von dem Ende
um nochmal von vorn anzufang


Ich schrei in die Nacht für dich
lass mich nicht im Stich
Spring nicht
Die Lichter fangen dich nicht
sie betrügen dich
Spring nicht
Erinner dich
an dich und mich
Die Welt da unten zählt nicht
Bitte spring nicht
Spring nicht

Ich weiss nicht wie lang
ich dich halten kann
Ich weiss nicht wie lang

Nimm meine Hand
wir fangen nochmal an
Spring nicht


Ich schrei in die Nacht für dich
lass mich nicht im Stich
Spring nicht
Die Lichter fangen dich nich
sie betrügen dich
Spring nicht
Erinner dich
an dich und mich
Die Welt da unten zählt nicht
Bitte spring nicht

Spring nicht
Und hält dich das auch nicht zurück
Dann spring ich für dich

„Danke, Bill…“ Aufgelegt… Bill vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Warum tat er so was? Er wollte gehen? Einfach so? Nur, weil dieses Missgeschick geschehen war? Das war einfach nicht fair! Und jetzt fing auch noch der Kleine an, zu weinen.

~~Rückblende~~
Tom strich seinem Zwilling sanft über den Bauch. Währenddessen machte sich Bill an Toms Boxershort zu schaffen. Die landete auch kurz darauf bei den anderen Klamotten auf dem Boden. Tom lächelte seinen Bruder sanft an und die Beiden verstrickten sich wieder in ein leidenschaftliches Zungenspiel. Bills Hände strichen über Toms Seiten und Tom hatte seine Hände auf der Hüfte seines Geliebten liegen. Gekonnt drehte er sie um, sodass er oben lag. Ihre Lippen trennten sich voneinander und der schwarzhaarige Junge lächelte sein Gegenüber verträumt an. Tom legte einen Finger auf Bills Lippen und Bill nahm ihn in den Mund. Umspielte ihn mit seiner Zunge und ließ ihn fast nicht gehen. Tom grinste seinen Bruder an. „Na, willst du etwa den Finger vorziehen?“, fragte er leicht schwer atmend. Bill ließ den Finger Finger sein und grinste. „Nein. Natürlich nicht.“, kicherte er heiser. Tom strich mit seiner einen Hand durch Bills Haare. Mit dem Finger drang er vorsichtig in sein Ebenbild ein. Bill keuchte kurz auf.
Nach wenigen Sekunden nahm Tom noch einen zweiten Finger dazu und weitete seinen Zwilling dadurch.
Als Bill sich bereits seinem Bruder entgegen stieß, zog dieser die Finger zurück und drang sanft und vorsichtig mit seinem Glied in ihn ein. Bill keuchte lustvoll auf. Es schmerzte ihn nur wenige Sekunden. Schließlich war dies nicht ihr erstes Mal. Tom begann, in ihn zu stoßen und legte seine Hand um das Glied seines kleinen Bruders. Er fuhr es hinauf und hinab und beide stöhnten oft und auch nicht gerade leise, bis sie gleichzeitig den Höhepunkt erlebten.

Kurze Zeit später lagen sie, noch von dem Ereignis davor, keuchend nebeneinander. Plötzlich fuhr Bill erschrocken hoch. „Wir haben gar nicht… verhütet!“, stieß er aus. „Wird schon gut gehen…“, meinte Tom.

~~Rückblende ende~~

Der Schwarzhaarige lief zu seinem Zimmer. Dort angekommen hob er seinen Sohn aus dem Kinderbett und wippte ihn auf den Armen auf und ab, bis er sich beruhigte. „Papa?“, fragte Lukas und nahm eine von Bills Haarsträhnen in seine kleine Hand. „Nein, Papa ist nicht da mein Schatz…“, murmelte Bill. Lukas weinte wieder los. Bill konnte ihn diesmal durchs Wippen nicht beruhigen. Er seufzte. „Sollen wir zu Papa gehen?“, fragte er, obwohl er das gar nicht richtig wollte… Tom hatte sich entschieden… Und da würde man nichts dran ändern können. Das würde doch nur wehtun…

~~Rückblende~~
Tom saß mit Georg und Gustav im Wohnzimmer, als Bill weinend reingestürmt kam. Er ließ sich in Toms Arme fallen und schluchzte. „Hey, was ist denn los?“, fragte Tom sanft und strich seinem Bruder über den Rücken. „T… Tom?... Ich bin schwanger…“, schniefte Bill und drückte Tom einen Schwangerschaftstest mit positivem Ergebnis in die Hand. Kurzzeitig war der blonde Junge sprachlos. Ein wenig geschockt vielleicht auch, aber dann lächelte er. „Schön…“, meinte er und Bill sah ihn fragend an. Auch ein wenig verwirrt. „Ich freu mich!“ Bill lächelte nun auch und gab Tom einen Kuss. „Ich liebe dich.“, wisperte er. Tom lächelte seinen kleinen Bruder an. Er wurde Vater!
Georg und Gustav tuschelten ein wenig vor sich hin. Dann grinsten sie. „Also, damit das schon mal klar gestellt ist, wir werden die Patenonkel!“, sagten sie im Chor. Die Zwillinge mussten lachen. „Aber natürlich.“, gluckste Tom. Bill nickte nur kichernd.

~~Rückblende ende~~

Das Auto hielt mit quietschenden Reifen vor dem Parkhaus. Bill riss die Tür auf, stieg aus und holte Lukas von hinten aus dem Kindersitz. Er blickte hoch auf das oberste Deck des Parkhauses. Da stand Tom. Es trieb ihm Tränen in die Augen. Hastig rannte er zu der Absperrung. Ein Polizist stand dort und hielt die Leute zurück. Bill drängelte sich, mit Lukas auf dem Arm, nach vorne durch. „Entschuldigen sie…“, meinte er zu dem Polizisten. „Kein Durchgang.“, sagte der nur. „Aber ich bin sein Bruder!“ Der Polizist beäugte Bill kurz von oben bis unten. Dann nickte er und ließ ihn durch. Bill hastete zum Aufzug. Treppen wären schneller gewesen, aber mit Kind auf dem Arm ging das schlecht. Lukas wollte nämlich nicht bei dem Polizisten bleiben. Er hatte sich so an Bill festgekrallt, dass es unmöglich war, ihn von ihm zu trennen.

Endlich hielt der Aufzug oben auf dem höchsten Parkdeck. Bill verließ ihn und erblickte seine Mutter, die auf Tom einredete. Bill lief langsam auf die Beiden zu. Als er neben seiner Mutter stand, lächelte er Tom leicht gequält an. „Was machst du hier?“, fragte Tom. „Lukas wollte zu dir…“ Tom sah zu seinem Sohn. Lukas lächelte ihn an und streckte seine Ärmchen nach seinem Vater aus. Langsam stieg Tom von der Mauer und lief zu seinem Sohn. Wollte er zumindest, aber er rutschte aus und fiel rückwärts von dem Parkhaus. Bill war steif vor Schreck. Nein! Seine Mutter eilte zum Rand des Parkdeckes. Sie schlug sich die Hand vor den Mund und schluchzte. Lukas weinte wieder. Und er schrie. „Papa??!!!“ Bill liefen Tränen über die Wangen, doch er bemerkte es nicht. Er sah immer noch starr zu der Stelle, an der sein Bruder, sein Zwilling, sein Geliebter, der Vater seines Kindes gestanden hatte. Lukas zappelte heftig auf Bills Armen und ließ ihn aus seiner Starre aufschrecken. Jetzt spürte er seine Tränen und er vermehrte sie. Er schrie einmal laut auf und sackte dann in sich zusammen. Lukas krabbelte aus seinen Armen und blieb vor ihm auf dem nassen Boden sitzen.

Seine Mutter hatte den dünnen, schwarzhaarigen Jungen bis nach unten stützen müssen und mit dem anderen Arm ihren Enkel halten müssen. Doch nun nahm Bill ihn ihr wieder ab. Langsam lief er auf den Krankenwagen zu. Tom wurde gerade in ihn rein getragen. „Darf ich mit?“, fragte Bill leise. Der Sanitäter sah ihn kurz an. Dann nickte er. Bill stieg hinzu und nahm Toms Hand. „Du darfst nicht sterben…“, wisperte er und Lukas schluchzte einmal leise.

~~Rückblende~~
„Du solltest auf ihn aufpassen und nicht fernsehen!“, schrie er wütend durchs Haus. „Ja man, ist ja gut! Ich hab’s halt vergessen.“, kam’s zurück. „Vergessen?! Ist dein Kind dir egal?!“, schrie Bill aufgebracht. „Nein! Natürlich nicht!“, meinte Tom darauf. „Ach ja?! Und warum passt du nicht auf ihn auf?!“, kreischte Bill. „Ich hab doch…“ Bill klatschte ihm eine. „Hast du nicht!“ Darauf zischte er ab.

~~Rückblende ende~~

Tom schlug langsam seine Augen auf. Als Erstes erblickte er seinen Sohn und seinen Bruder. Bill saß auf dem Stuhl neben Toms Krankenbett, hatte das Gesicht in den Händen vergraben und weinte. Lukas krabbelte auf Toms Beinen rum. Bill hatte Toms Hand mit seiner umfasst. Und diese drückte der blonde Junge jetzt. Sein Bruder sah ihn mit verweinten Augen an. „Hey…“, hauchte Tom schwach. „Hey…“, hauchte Bill zurück. „Komm mal her.“, meinte Tom leise. Bill kam näher an ihn heran. Tom zog ihn zu sich runter und küsste ihn. „Ich liebe dich… Verzeih mir.“, wisperte er und schloss sacht die Augen. Bills Tränen vermehrten sich und er brach weinend über Toms leblosen Körper zusammen.

es ist vorbei

Lukas verstand das alles natürlich noch nicht. Er war ja gerade mal ein Jahr alt.

~~Toms Abschiedsbrief~~
Lieber Bill,
ich kann nicht mehr! Das mit dem Kind und unsere ganzen Streits. Und dann wäre demnächst noch die Hochzeit! Das ist zu viel für mich! Ich kann das nicht mehr! Der Stress zerfrisst mich und unser letzter Streit war so heftig, dass ich echt Angst habe, du trennst dich von mir.
Doch ich will das nicht! Deswegen sterbe ich lieber jetzt, wo ich noch mit dir zusammen bin, als später, wenn du mich schon lange verlassen hast… Bitte, nicht weinen und pass auf den Kleinen auf.
Ich liebe dich, aber es ist alles so kompliziert und verwirrend…
Leb wohl
Dein Tom.
~~…~~

Und leise spielte das Radio eines ihrer alten  Lieder…

Ich halt den Brief
in meiner kalten Hand
Der letzte Satz war lang
solang er noch brennt
schau ich ihn an
Mit jeder Zeile
stirbt ein Gefühl
was bleibt ist Finsternis
ein Schauer von dir
hilft nicht mehr viel

Es bringt mich um
wir ham uns totgeliebt
es bringt mich um
weil unser Traum
in Trümmern liegt
Die Welt soll schweigen
und für immer einsam sein
Wir sind verloren
auch wenn die Mächte
sich verein
es ist vorbei

Die Geier kreisen
über unserm Revier
was nehmen wir noch mit
ist alles nichts wert
wenn wir uns verlieren
Sie kommen näher
sind hinter uns her
wollen dich und mich
Lass mich jetzt los
ich kann nicht mehr

Es bringt mich um
wir ham uns totgeliebt
es bringt mich um
weil unser Traum
in Trümmern liegt
Die Welt soll schweigen
und für immer einsam sein
Wir sind verloren
auch wenn die Mächte
sich verein
es ist vorbei, bei, bei
es ist vorbei, bei, bei
Es ist vorbei,
Es ist vorbei,
vorbei

Die Geier kreisen
über unserm Revier
töten das letzte von Dir
und das letzte in mir
Es bringt mich um..
wir ham uns totgeliebt
es bringt mich um
weil unser Traum
in Trümmern liegt
Die Welt soll schweigen
und für immer einsam sein nein
Wir sind verloren
auch wenn die Mächte
sich verein
es ist vorbei, bei, bei
es ist vorbei, bei, bei
es ist vorbei
es ist vorbei

Ende...

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Brüder

1. Teil: Kapitel 1-10 ; Kapitel 11-20 ; Kapitel 21-30 ; Kapitel 31-40 ; Kapitel 41-43 (Ende)
2. Teil: Kapitel 1-10 ; Kapitel 11- Ende
3. Teil: Kapitel 1 ; Kapitel 2

Deep Inside

1. Teil: Kapitel 1- 8 (Ende)

Zusatz

FFs: Lebe die Sekunde ; Totgeliebt ; Instant Karma
Sonstiges: Gegen Fremdenfeindlichkeit ; Bill ; Tom
Links