..::Tokio Hotel Wonderland::.. - @ myblog.de

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Kapitel 1: Two Brothers
Ich sank der Wand hinunter. Meine Nerven waren am Ende und ich ließ meinen Kopf sinken. „Tom, ich bring das alles nicht mehr! Mir geht es einfach dreckig. Entschuldige mich bitte bei David Jost.“, hauchte ich und schlief ein.
Als ich aufwachte, lag ich auf meinem Bett und Tom saß an der Kante. „Geht's wieder?“, fragte er. Ich nickte. Jedoch schlief ich sofort wieder ein. Der ganze Schlaf, den man mir all die letzten Tage geraubt hatte, kam nun über mich her. Plötzlich spürte ich jemanden meine Wange streicheln und öffnete die Augen. Tom sah mich lächelnd an. „Du hast sogar Fieber bekommen. Am besten bleibst du liegen.“, sagte Tom und hörte auf meine Wange zu streicheln. Ich nickte leicht. Dann verließ Tom das Zimmer und ich schlief wieder ein.
Ich wachte auf und Tom kam zur Tür rein. „Na, wieder wach?“, fragte er grinsend. Ich nickte. „Aber was ist jetzt eigentlich?“, fragte ich. „Du hast einfach zu viel Stress in letzter Zeit und zu wenig geschlafen, deswegen warst du anfälliger für Krankheiten und hast eine Grippe.“, sagte Tom. Ich nickte. „Ich will nach Hause.“, sagte ich. „Morgen fahren wir.“, sagte Tom. Ich rückte etwas zur Seite und Tom legte sich neben mich. Dann schalteten wir den Fernseher an und sahen ein paar Sendungen. Plötzlich berührten sich Toms und mein Arm leicht und ein Blitz durchfuhr meinen Körper. Verdammt, was war bloß in letzter Zeit mit mir los?! Erst letztens gab ich einem der attraktivsten Mädchen überhaupt eine Abfuhr und jetzt bekam ich schon Zustände, wenn ich meinen Bruder berührte?! Ich sah unauffällig zu Tom und merkte plötzlich, dass er ja, so wie er da saß, total süß aussah. Nein, stop! Halt! Das darf nicht! Was denke ich da überhaupt?! Tom war mein Bruder und außerdem war ich doch gar nicht schwul! Oder hatte ich mich die ganze Zeit über immer nur geirrt? Tom sah zu mir und schmunzelte. „Ist was? Du siehst so nachdenklich aus.“, fragte er etwas besorgt. Boa, wie süß das war, dass er sich um mich sorgte. „Ähm, nein. Alles in Ordnung. Ich denke nur grade nach.“, sagte ich stockend. Tom sah wieder zum Fernseher. Ich stand auf und lief auf den Balkon. Plötzlich stand Tom hinter mir. „Was ist denn mit dir los?“, fragte Tom. Ich drehte mich um und er stand ganz nah bei mir. Ich sah in seine Augen und schien mich in deren Braun zu verlieren. Ich war auf einmal wie ferngesteuert und plötzlich berührten sich Toms und meine Lippen. Tom zuckte erschrocken zusammen, machte jedoch keine Anstalten, sich von meinen Lippen zu trennen oder wegzugehen. Ich schloss meine Augen und Tom hob seine Arme und legte sie vorsichtig und etwas ängstlich um mich. Ich legte meine Arme um seinen Hals und wir küssten uns. Nach 5 Minuten hatten wir uns immer noch nicht voneinander getrennt und es wurde auch kalt hier draußen. Tom merkte das wohl auch und ging rückwärts wieder ins Zimmer und zog mich mit. Jedoch trennten wir uns die ganze Zeit immer noch nicht voneinander. Ich schloss hinter uns die Tür und Tom zog mich weiter bis zum Bett. Er drehte mich um und drückte mich runter aufs Bett. Dort küssten wir uns weiter und plötzlich ging Tom mit seiner Hand unter mein Shirt und streifte es mir aus. Dann küsste er meinen Bauch... 'Halt!' rief etwas in mir. 'Halt! Ihr seid Brüder!' schrie "es". Tom wollte schon zu meiner Hose übergehen, da hielt ich ihn auf. Er sah mich an. „Das ist falsch...“, flüsterte ich. Tom schüttelt einmal kurz den Kopf und sah mich dann wieder an. „Oh mein Gott!“, sagte er und ging von mir runter. „Was war das denn, Alter? Oh mein Gott!“, wiederholte er. Ich zog mir wieder mein Shirt an und ging ohne ein weiteres Wort auf den Balkon und sah in die Ferne, wo grade die Sonne unterging und alles in ein sachtes Orange-rot getaucht war. Mir lief leise eine Träne über die Wange. Verdammt, jetzt stand es fest! Ich Idiot hatte mich in Tom, meinen Bruder, verliebt! Ich sank auf einen Stuhl und sah weiter der untergehenden Sonne zu. Tom war nicht aufgetaucht, aber er war sicher auch total durcheinander. Die Küsse hatten mir gefallen, verdammt! Was mach ich jetzt bloß? Mensch, Tom hat doch eine Freundin! Und die liebte er doch total... Nein, ich kann da nicht zwischen stehen... Und außerdem ist es doch einfach abartig! Bruder mit Bruder! Ne, das darf einfach nichts werden... Plötzlich trat Tom auf den Balkon. „Pack deine Sachen, wir fahren morgen um 6 Uhr. Du musst bis dahin mit allem fertig sein.“, sagte er angenervt und ich erschrak ziemlich. „Ja, ja... 6 Uhr?! Aber dann muss ich ja um halb 5 aufstehen! Sonst schaff ich das nicht.“, sagte ich. „PP, persönliches Pech!“, sagte Tom und verließ den Balkon. Jetzt flossen die Tränen bei mir in Bächen. Warum war er denn jetzt so gemein und abweisend?! Ich ging in mein Zimmer und packte schnell meinen Koffer zusammen. Dann ging ich wieder auf den Balkon. Verdammt, das war ja ganz schön tief bis unten. Dann erst realisierte ich, dass ich ohne Tom nicht mehr konnte. Ich überlegte nicht und stieg auf das Geländer des Balkons. Ich sah nach unten. Ich kniff die Augen zu und sprang. Es war ein seltsames Gefühl, so zu fallen, fast wie fliegen, nur, dass ich nicht sanft landen würde. Ich flog den ganzen weg von meinem Balkon im 5. Stock bis zum Asphaltboden. Tom stand plötzlich bei mir oben auf dem Balkon. „Bill!“, rief er ängstlich. Mehr bekam ich nicht mehr mit, denn ich prallte hart auf dem Boden auf, schmeckte Blut im Mund und dann wurde alles schwarz.

Kapitel 2: Bad dreams...
Ich sah mein gesamtes Leben vor meinen Augen ablaufen. Es hielt bei dem Sprung an und ich wusste, dass da wohl das Ende war. Dann sah ich ein weißes Licht und stand auf. Ich wankte auf das schöne Licht zu und streckte meine Hand danach aus. Plötzlich stand Tom vor mir. „Bitte Bill, tu mir das nicht an!“, sagte Tom verzweifelt. Er hatte sich wohl durch unsere Gedankenverbindung hierher gebracht. „Komm her!“, sagte Tom sanft und breitete die Arme aus. Ich überlegte. Ich sah abwechselnd zu Tom und zu dem weißen Licht. Tom stand im Dunkeln und das Licht war so schön hell. Ich fürchtete mich vor dem Dunkel, in dem Tom stand. Mein Blick blieb an jemandem heften, der ebenfalls aus der Dunkelheit auftauchte. Es war unsere Mutter. „Bill, komm zu uns zurück!“, sagte sie und stellte sich neben Tom. Ich kniff die Augen zusammen und schüttelte hektisch den Kopf. Dann fasste ich mir mit meinen Händen an meinen Kopf. Ich ließ die Hände wieder sinken und öffnete die Augen. Zwei weitere Personen tauchten neben Tom und Ma auf. Georg und Gustav...“Bill! Komm zurück! Du kannst nicht einfach gehen!“, sagten sie beide. Ich schrie. Eine weitere Person tauchte auf. Doch sie stand ganz wo anders. Ich erkannte sie nicht, denn sie stand im Schatten. „Bill, komm mit mir! Leb ein neues Leben ohne Probleme!“, sagte sie. Ich wusste, dass es ein Mädchen war, weil ich ihre Stimme vernahm, und zwar sehr deutlich. Sie trat aus dem Dunkel und sah mich keck an. Ich sah zwischen den drei Möglichkeiten hin und her. Ich machte einen Schritt auf Tom zu, aber dann zögerte ich wieder. Dann lief ich auf das Mädchen zu. Sie nahm mich an der Hand und zog mich hinter sich her ins Dunkel. „Bill! Nein!“, schrie Tom mir hinterher, aber es war zu spät.

Kapitel 3: I'm not a girl!!!
Ich wachte auf und sah mich um. Ein Mädchen saß  neben dem Krankenbett. „Es war richtig mitzukommen. Dein wahrer Körper ist zu schwach.“, sagte das Mädchen und gab mir was zum anziehen. Ich zog mich um und sie nahm mich an der Hand. Wir kamen an der Intensivstation vorbei, wo ich plötzlich David, Georg und Gustav sah. Sie standen vor einer Tür und sahen zu Boden. „Halt!“, sagte ich zu dem Mädchen und ging zu den Dreien. Ich sah durch das Fenster und erschrak. In einem Bett, da lag ich und Tom saß weinend neben mir. „Du hast hier nichts verloren! Verschwinde!“, rief David plötzlich und ich drehte mich um. Er stutzte. „Was ist?“, fragte ich und legte den Kopf schief. „Du siehst jemandem sehr ähnlich.“, sagte Gustav und ich ging zu dem Mädchen zurück. „Komm, ich muss dir noch einiges erklären.“, sagte sie und wir gingen durch die Stadt und zu einem Haus. Dort setzte ich mich in einem Zimmer auf ein Bett. „Also, du heißt jetzt Ella, bist 17 Jahre alt und wohnst in Magdeburg irgendwo. Du bist mit Tom in einer Klasse und alle kennen dich dort und sind nett zu dir. Durch Bills Unfall, na ja, Selbstmordversuch, ist Tokio Hotel nämlich nicht mehr am arbeiten und deswegen machen sie erstmal mit der Schule weiter.“, sagte das Mädchen. Ich stand auf und lief zu einem Spiegel. Ich ... ich war ein ... MÄDCHEN! Ich sah erschrocken in den Spiegel. „Ähm, ja. Das wollte ich dir auch noch sagen. Du bist jetzt ein Mädchen... Aber dein eigentlicher Körper wird nicht sterben. Du kannst irgendwann wieder in ihn hinein. Glaub ich zu mindestens.“, sagte das Mädchen. „Übrigens, ich bin Carolina, nenn mich Caro!“, sagte sie und reichte mir ihre Hand. Ich schüttelte sie leicht. „Ich bin auch in deiner Klasse und passe auf dich auf. Übrigens, ich weiß, was du für Tom empfindest und ich hatte vor, ihn seiner Freundin auszuspannen und dann nachher Schluss zu machen, damit du...“, begann sie, aber ich unterbrach sie. „Ich darf das doch nicht!“, sagte ich. „Er ist mein Bruder!“, ergänzte ich. „Aber jetzt doch nicht mehr! Nicht mehr ganz...“, sagte Caro. „Ja, verstehe. Ich bin nicht mehr ich.“, sagte ich und wir gingen zu dem Hotel, wo Tom und die anderen wohnten. Tom saß im Foyer und hatte den Kopf in seinen Händen. Ich ging zu ihm. „Verzeihung, gehört dir das hier?“, fragte ich ihn und hielt ein Schweißband hoch. Er sah auf und erschrak, als er mich sah. „Ähm, ja, nein! Was?“, stotterte er. „Das hier!“, sagte ich und gab es ihm. „Nein, das ist... Bills. Wo hast du das gefunden?“, fragte Tom mich. „Da hinten auf dem Boden, unter den Balkons.“, sagte ich. „Wie heißt du eigentlich?“, fragte Tom. „Ella.“, sagte ich. „Oh, ähm, sag mal, bist du nicht in meiner Klasse?“, fragte er dann. Ich nickte. „Du bist mir irgendwie noch nie so richtig aufgefallen.“, sagte er. 'Boa ist die süß... Aber sie sieht Bill so ähnlich.' Huch! Ich konnte noch Toms Gedanken lesen. „Was? Du kannst meine Gedanken lesen?“, fragte Tom. Oh, er meine auch. „Ähm, was?“, fragte ich. „Ja, das hast du doch gesagt, oder?“, fragte Tom. Ich schüttelte mit dem Kopf. Er sah verwirrt aus. „Jetzt hab ich auch schon Hallos!“, schimpfte er. „Nur weil dieser Idiot von dem Balkon gesprungen ist und mich das so Hammer mitnimmt.“, sagte Tom laut zu sich selbst. „Wer ist vom Balkon gesprungen?“, fragte jetzt Caro. „Mein Bruder.“, sagte Tom. „Oh, das ist ja schlimm. Warum ist er denn gesprungen?“, fragte Caro weiter. „Ich vermute etwas, aber ich bin mir nicht sicher.“, sagte Tom. Ich schluckte. „Ähm, wir müssen jetzt unser Zimmer mieten, also tschüss du... Wie heißt du eigentlich?“, fragte Caro. „Ich? Ich heiße Tom. Und du?“, fragte er Caro. „Carolina, aber nenn mich einfach Caro. Bye, vielleicht sehen wir uns ja noch Mal.“, sagte sie und zog mich hinter sich her zur Rezeption. „Hallo. Wir würden gern  ein Doppelzimmer haben für eine Nacht.“, sagte Caro. „Hier bitte. Das macht 10 Euro.“, sagte der Portiere. Caro gab ihm das Geld und wir bekamen jeder einen Schlüssel. „Zimmer 300. Das ist im 5. Stock.“, sagte der Portier. Mir schauderte es. Zimmer 299 war doch Toms Zimmer und Zimmer 300 war meins gewesen. Oh mein Gott. „Keine Angst.“, sagte Caro. Wir liefen zum Fahrstuhl und davor stand Tom und schien auf den Fahrstuhl zu warten. Wir blieben neben ihm stehen und er sah zu uns. „Und, welches Zimmer habt ihr?“, fragte er. „Nummer 300.“, sagte Caro. Tom schluckte. Wir stiegen in den Fahrstuhl ein und Tom drückte auf den Knopf für das 5. Stockwerk. Der Fahrstuhl fuhr an und plötzlich, zwischen dem 3. und 4. Stockwerk ruckte er und blieb stehen. O nein! Ich bekam Angst. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich bei dem Ruck gegen Tom gefallen war und nun merkte er, dass ich zu zittern begann. Er legte seine Arme um mich und wiegte mich leicht hin und her. „Es wird alles gut. Uns wird nichts passieren.“, flüsterte er. Ich fühlte mich wohl in seinen Armen, doch irgendwie war er jetzt größer als ich. Vielleicht ja, weil ich jetzt ein Mädchen war. Na ja, egal. Der Fahrstuhl bewegte sich kein bisschen. Plötzlich war Caro weg. Tom bemerkte es auch und sah sich um. Oben war eine Klappe offen und von da schien Caro Hilfe holen zu gehen. „Da komm ich nicht weit mit meiner Hose.“, sagte Tom lächelnd. Ich zitterte immer noch und er hielt mich ganz fest. „Und ich hab etwas Höhenangst.“, sagte ich kleinlaut. „Bill auch...“, sagte Tom leise. Ich sah zu ihm auf und sah, wie sich seine Augen mit Tränen füllten. Ich drückte ihn an mich. „Hey...“, sagte ich. „Er wacht einfach nicht auf! Egal, was ich mache. Er wacht nicht auf!“, schluchzte Tom. Dann liefen Tränen seine Wangen runter. Dann sah er zu mir und lächelte wieder. „Du siehst ihm einfach so Hammer ähnlich...“, flüsterte er. „Echt?“, fragte ich. Tom zeigte mir ein Foto von mir. Also von Bill. Ich nickte. „Du hast Recht.“, sagte ich. Tom kam mit seinem Kopf tiefer zu mir und tat so, als wollte er mir etwas in Ohr flüstern, aber er wanderte blitzschnell zur Seite und küsste mich. Ich ging auf den Kuss ein und es wurde immer heftiger. Dann ging plötzlich die Fahrstuhltür auf und Caro stand grinsend vor ihr. Dann bemerkten wir sie und fuhren auseinander. „Zu spät! Ich hab's gesehen!“, lachte Caro. „Nein, das war nicht wegen dir.“, sagte Tom und sah sich um. „Wegen den Fans und den Zeitschriften.“, murmelte er. Ich verstand ihn. „Ähm, Ella, kommst du?“, fragte Caro und ich nickte. Tom lief hinter uns. „Wie war's?“, fragte Caro grinsend. „Wie letztes Mal...“, flüsterte ich. Wir gingen in unser Zimmer und Tom in seins. Dann legte ich mich aufs Bett und schlief kurz darauf ein.

Kapitel 4: No one is allowed to know!
Ich wurde davon wach, dass jemand mich hoch hob. Ich konnte nicht sehen, wer es war, aber es war ein Junge. Er trug mich auf den Balkon und setzte mich dort ab. Ich lag jetzt auf einer Liege. Der Junge beugte sich über mich und fing an mich zu küssen. Vorsichtshalber ging ich nicht drauf ein. Er schien es nicht schlimm zu finden und er schien zu denken, dass ich schlief. Dann fing er an, mich auszuziehen und zuletzt lag ich nackt vor ihm. Ich hatte die ganze Zeit meine Augen geschlossen und jetzt öffnete ich sie kurz. Als ich sah, wer es war, schloss ich sie sofort wieder. Es war Tom! Er legte sich zu mir und streichelte mich sanft. Dann zog er sich auch aus und schlief mit mir. Danach tat ich so, als ob ich aufwachen würde. Tom warf eine Decke über mich und zog sich an. Dann nahm er die Decke weg und sah, dass ich wach war. „Ähm, bist du grade erst aufgewacht?“, fragte er. Ich schüttelte mit dem Kopf. „Wann denn?“, fragte er. „In 5 Minuten natürlich erst! Mensch, sicher bin ich grad erst wach geworden.“, sagte ich lächelnd. Tom gab mir meine Sachen und grinste. „Wolltest du hier irgendwas machen?“, fragte er. „Nicht, dass ich wüsste. Das muss ich gemacht haben, als ich geschlafen hab.“, sagte ich und zog mich wieder an. Dann kam Tom näher und küsste mich. Als sich unsere Lippen wieder voneinander trennten, strich mir Tom über die Wange. „Es darf nichts werden, mit uns. Ich darf keine Freundin haben. Das ist schlecht für die Fans, weißt du.“, sagte Tom leise. Sicher verstand ich! Bei mir war es doch genauso gewesen! „Aber ihr habt doch sicher heimlich Freundinnen, oder? Ich mein, wenn ihr nichts sagen würdet, wär es doch nicht schlimm, oder?“, fragte ich. Tom nickte. „Aber ich wollte jetzt endlich mit meiner Freundin Schluss machen und dann Solo bleiben.“, sagte Tom. Ich nickte und ging wieder ins Bett.

Kapitel 5: Never gonna see him again
Als ich am nächsten morgen aufwachte, war es schon halb 10 Uhr. Caro war grade im Bad. Ich dachte noch einmal über das nach, was Tom mir gestern Abend gesagt hatte. Er wollte wirklich mit seiner Freundin Schluss machen?! Komisch, warum hat er mir das nie gesagt? Irgendwie fühlte ich mich nicht besonders und ging auf den Balkon. Dort stand ich am Geländer und sah nach unten. Da hatte ich gelegen... Es war nichts zu erkennen, doch ich wusste es. Plötzlich legte jemand seine Arme um meinen Bauch. „Guten morgen.“, sagte Tom. „Morgen.“, sagte ich und lächelte ihn an. „Was ist denn da unten?“, fragte er neugierig und sah nach unten. „Ehm, eigentlich ja nichts.“, sagte ich grinsend. „Ich war nur in Gedanken.“, ergänzte ich. „Aha. Spannend!“, sagte Tom und ich nickte. „Ich muss dir was gestehen.“, sagte Tom. „Hm?“, fragte ich und sah zu ihm. „Ich muss heute wieder gehen. Nach Magdeburg und mein Bruder wird auch verlegt. Weißt du, ich wohn da und muss wieder zur Schule gehen.“, sagte Tom. „Ich wohn auch in Magdeburg.“, sagte ich dann. „Cool!“, sagte Tom, drückte mir einen Kuss auf die Wange und ging wieder in sein Zimmer. „Na, auch wach?“, fragte Caro hinter mir. Ich nickte und ging dann ins Bad. Als ich wieder raus kam nahm ich meinen Koffer und wir riefen uns ein Taxi zum Bahnhof. „Da hab ich Idiot mein Auto stehen.“, sagte Caro grinsend. „Wie alt bist du denn?“, fragte ich sie. „Ich bin schon 18.“, sagte sie. „Cool!“, sagte ich und wir stiegen am Bahnhof aus und stiegen dann in Caros Auto. Die Fahrt dauerte eine Weile und dann waren wir vor einem Haus in Magdeburg. „Das kenn ich irgendwoher.“, schmunzelte ich. „Ja, es ist das Haus deiner Eltern, Bill.“, sagte Caro. Ich schluckte. „Ok, dann sind wir hier in Loitsche. Aber warum?“, fragte ich Caro. „Na ja, du wohnst nebenan.“, sagte Caro leicht grinsend. „WAS?!“, rief ich laut. „Pscht!“, machte Caro, doch Tom kam schon aus dem Haus und grinste. „Ach, was machst du denn hier?“, fragte er. „Stehen, vielleicht?!“, keifte ich. „Oha, da ist aber wer schlecht gelaunt. Aber das kann man ja ändern.“, sagte Tom. Oh, oh! Tom kam zu mir und küsste mich. Da kam plötzlich seine Freundin. Den Namen hab ich doch schon wieder mal vergessen, egal. Tom ließ von mir ab und ging zu ihr. Er sagte irgendwas zu ihr und sie rannte dann weinend weg. Er hatte Schluss gemacht. Armes Mädchen. Tom kam zurück. „Und, was machst du jetzt wirklich hier?“, fragte er grinsend. „Ehm ja, ich wohne da.“, sagte ich und zeigte auf das Haus, das Caro mir vorher gezeigt hatte. „Da wohnt schon lange keiner mehr.“, sagte Tom. „Ja, jetzt wohn ich da aber mit meiner Freundin Caro!“, sagte ich einfach. Caro nickte. „Find ich cool!“, sagte Tom und verabschiedete sich, da er nicht zu lange draußen bleiben wollte, wegen den Fans. Caro und ich gingen in „unser“ Haus und alles war schon eingerichtet. „Warst du hier schon Mal?“ fragte ich sie. „Jepp, also ich hab hier mit Sarah gewohnt.“, sagte sie. „Sarah? Wer ist denn das?“, fragte ich erstaunt. „Du!“, sagte Caro. „Wie ich?“, fragte ich. „Na, du!“, wiederholte Caro. „Das versteh ich jetzt nicht.“, sagte ich. „Mensch, was denkst du eigentlich, wo der Körper herkommt?!“, fragte Caro. „Das hier... Wie soll das denn gehen?“, fragte ich. „Na ja, Sarah war eure Drillingsschwester.“, sagte Caro. „Was?!“, kreischte ich. „Ja, sie wurde weggenommen.“, sagte Caro. „Sie hat es auch erst neulich her raus gefunden. Sie war das Mädchen, das dich vor dem Tod bewahrt hat und sich geopfert hat, nur damit du, ihr Bruder, weiterleben kannst.“, sagte Caro. „Nein! Das darf alles nicht wahr sein!“, sagte ich und ließ mich auf mein Bett fallen. „Leider doch.“, sagte Caro dann und ließ sich neben mich fallen. Nach einiger Zeit Schweigen schlief ich dann ein und wachte um ungefähr 3 Uhr morgens wieder auf. Ich stand auf und ging in die Küche. Dort holte ich mir eine Milch und setzte mich an den Küchentisch. Ich hing so meinen Gedanken nach, als ich plötzlich eine Stimme vernahm. „Bill. Hörst du mich?“ Hallo?! Hab ich jetzt schon Halos?! Nein, erneut hörte ich die Stimme. „Bill, Tom! Hört mich einer von euch?!“ Ich war etwas durcheinander, antwortete jedoch. „Ehm, ja ich höre dich.“, sagte ich. „Gut. Ähm, weißt du wer ich bin?“, fragte die Stimme. „Ich weiß nicht. Sarah vielleicht?“, fragte ich. „Hmhm.“, sagte die Stimme. „Was ist denn?“, fragte ich. „Na ja, ich weiß was, was ihr nicht wisst... Ist nicht unbedingt positiv.“, vernahm ich. „Was denn?“, fragte ich. „Darf ich nicht sagen. Wirst du noch raus finden.“, sagte sie noch und dann vernahm ich nichts mehr. Ich hatte ein komisches Gefühl im Bauch, ignorierte es jedoch und ging wieder schlafen.

Kapitel 6: This can't be!!
Ich wurde von Caro geweckt. „Du musst jetzt in die Schule. Komm, fertig machen.“, sagte sie. „Ich will nicht.“, nuschelte ich. „Aber du musst. Komm, du siehst doch auch Tom wieder.“, sagte sie und ich war hell wach. „Ach ja. Ich hab mit Sarah gesprochen!“, sagte ich. „Das ist ja wohl unmöglich.“, sagte Caro lächelnd und ging in eines der zwei Badezimmer. Ich nahm mir was zum anziehen und ging in das andere. Als ich wieder raus kam ging ich in die Küche und frühstückte. „Wo sitz ich eigentlich?“, fragte ich Caro. „Neben mir. Kannst mir dann ja folgen.“, sagte sie. „Und was ist eigentlich mit Schulsachen?“ „Hab ich dir geholt. Alles in der Tasche da.“, sagte sie. „Ähm, die ist rosa.“, sagte ich und sah sie abfällig an. „Willst du eine schwarze?“, fragte Caro. „Ja! Viel lieber!“, sagte ich und Caro packte ihre Sachen in die Pinke und meine in die Schwarze. Um halb 7 gingen wir dann zum Bus und warteten. Tom kam kurz darauf verschlafen angelaufen. „Morgen.“, nuschelte er nur und ließ sich auf die Bank fallen. „Morgen!“, sagte ich etwas munterer, als er. Caro sah uns nur kopfschüttelnd an. Dann kam dann der Bus und ich wunderte mich, dass Tom nicht aufstand. Als ich sah warum, musste ich lachen. Der war doch jetzt echt wieder eingeschlafen! Ich rüttelte ihn wach und er setzte sich mürrisch in Bewegung. Im Bus schlief er dann wieder ein. An der Schule angekommen war er dann etwas munterer. Ich folgte Caro und Tom lief neben mir. In der Klasse stellte Tom sich an die Tür und ich folgte Caro. „Ist da etwa noch ein Platz frei?“, fragte ich und deutete neben mich. „Nö, eigentlich zwei, aber Bill kann ja...“, begann sie, aber ich unterbrach sie. „JA ICH WEIß!“, schrie ich. Tom sah verwundert zu mir, was mir ein wenig Röte ins Gesicht trieb. Als der Lehrer dann kam, wies er Tom den Platz neben mir zu.
Die Monate verstrichen und bei meinem Zustand änderte sich nicht sehr viel, wie Tom mir immer berichtete. Er war so langsam echt ziemlich fertig davon. Ich saß grade bei ihm zu Hause und alberte mit ihm, Georg, Gustav und Caro rum, da wurde mir derbst schlecht und ich rannte zur Toilette und übergab mich. Tom stand besorgt in der Tür. „Geht es dir nicht gut?“, fragte er. „Doch doch. Geht schon.“, sagte ich und wusch mir das Gesicht. Tom kam dann von hinten und legte seine Arme um meinen Bauch und lächelte. „Ehrlich?“, fragte er und ich nickte nur. Wir gingen wieder zu den Anderen. „Na, was war?“, fragte Caro. „Mir war etwas übel.“, sagte ich und setzte mich neben sie. Sie sah mich schief an. Dann sagte sie plötzlich: „Ähm, entschuldigt uns. Wir müssen noch Hausaufgaben machen.“ Sie packte mich am Arm und schleifte mich hinter sich her nach uns nach Hause. „So, jetzt Tacheles!“, sagte sie. „Was?“, fragte ich. „Hör mal, da stimmt was nicht mit dir seit zwei Monaten. Du isst seltsam und dir wird andauernd schlecht!“, sagte sie. „Kann sein.“, murmelte ich. „Du kommst jetzt mit zum Frauenarzt mit mir.“, sagte sie dann. „WAS?! Ne, oder?“, sagte ich. „Oh doch!“, sagte Caro und schleifte mich dann zum Frauenarzt. Nach der Untersuchung war ich geschockt. „Und?“, fragte Caro. Ich hielt ihr ein Ultraschallbild hin. „Oh mein Gott! Wie ist das denn passiert?!“, fragte sie. „Vor 8 Monaten. Da in dem Hotel. Tom hat da mit mir geschlafen.“, sagte ich trocken. „T...Tom?!“, fragte sie. Ich nickte. Dann nahm sie mich in den Arm und mir rannen Tränen übers Gesicht. „Ach komm, das wird schon.“, sagte sie. „Nein! Nächsten Monat ungefähr am 1. oder 8.!“, sagte ich. „September?“, fragte sie und ich nickte. „Verdammt! Da hast du ja auch noch Geburtstag!“, sagte Caro und wieder rum nickte ich. „Wir gehen jetzt nach Hause, ja?“, fragte sie und ich nickte erneut. Dort, vor der Tür, saß Tom und auch Georg und Gustav waren dabei. „Und, was hat der Arzt gesagt?“, fragte Gustav grinsend. „Woher wisst ihr das denn jetzt schon wieder?“, fragte Caro. „Wir haben gelauscht.“, sagte Georg. Tom sagte nichts und sah mich nur an. Dann legte er seinen Kopf in seine Hände. „Nein! Nein! Nein!“, flüsterte er die ganze Zeit. „Was ist Tom? Geht es dir auch nicht gut? Komm, wir gehen mit dir zum Frauenarzt.“, scherzte Gustav. „Lasst mich in Ruhe und verschwindet!“, schrie Tom und rannte nach Hause. „Verdammt! Was hat der denn schon wieder?“, fragte Georg. „Es liegt an der Diagnose vom Arzt.“, sagte ich leise. „Welche?“, fragte Gustav hibbelig. „Ella ist schwanger.“, sagte Caro für mich und die beiden nahmen mich in den Arm. „Hey, wer ist der Mistkerl, der dir das eingeheimst hat?“, fragte Georg. „Dieser „Mistkerl“, wie du ihn genannt hast, ist grade weggerannt.“, sagte ich. Georg sah sich um. Dann stieß ihm Gustav in die Seite und deutete auf unser Haus. Also Toms und meins. Georg schien zu kapieren und schluckte. „Verdammt!“, sagte er. „Ja, verdammt!“, sagte Caro und nahm mich in den Arm und führte mich ins Haus. Ich ließ mich auf mein Bett fallen. „Das geht doch nicht! 1. bin ich doch ein Junge! 2. ist er mein Bruder, Zwillings...“ „Drillings...“, unterbrach mich Caro. „…Drillingsbruder dann eben und 3. bin ich doch zu jung!“, schniefte ich und die Tränen flossen mir über die Wangen. „Hey, pscht!“, machte Caro und streichelte mir über den Kopf. „Das wird schon wieder.“, sagte sie leise. „Nichts wird schon! Hallo?! Ich bin schwanger! Ich bin 17! Ich bin ein JUNGE!“, schrie ich fast. Georg und Gustav klingelten. Caro ging zur Haustür und sagte ihnen, dass sie wohl lieber nicht rein kommen sollten und zu Tom gehen sollten. Dann kam sie wieder zu mir. „Schlaf jetzt, Kleine.“, sagte sie und ich schlief ein.

Kapitel 7: If you want to
Ich wachte auf und befand mich in meinem Bett. Caro lag neben mir. Irgendwie war die Kleine ja ganz süß. Ich lächelte. Dann stand ich auf und lief zu mir und Tom nach Hause. Ich klingelte und Tom öffnete die Tür. Er sah nicht gut aus. Anscheinend hatte er nicht viel Schlaf gehabt. „Darf ich reinkommen?“, fragte ich. Er nickte leicht. Ich folgte ihm in sein Zimmer und setzte mich auf sein Bett. Er setzte sich neben mich. „Weißt du, ich wollte das nicht.“, sagte Tom leise. „Wer will so was schon...“, seufzte ich. „Ich schon. Nur später.“, sagte Tom. Ich nickte. „Aber jetzt ist es zu spät.“, sagte ich. „Ja, da hast du wohl Recht.“, sagte Tom. Er küsste mich und ich erschrak etwas. Jedoch erwiderte ich den Kuss dann doch. Auf Toms Lippen schlich sich ein Lächeln. Als sich unsere Lippen voneinander trennten, sah Tom mich an. Dann kam er näher. „Ich hab es mir anders überlegt.“, flüsterte er mir ins Ohr. Ich sah ihn an. „Ich will doch eine Freundin.“, sagte er dann. „Dich.“, ergänzte er. Ich lächelte. „Ehrlich?“, fragte ich und Tom nickte. Ich kuschelte mich an Tom und er legte seinen Arm um mich. Ich schloss meine Augen und schlief dann irgendwann ein.
Als ich aufwachte, war Tom nicht mehr da. Ich stand auf und sah mich um. Da, auf dem Schreibtisch, lag ein Zettel. Ich stand auf und nahm ihn. Er war von Tom an mich.
„Hey meine süße Kleine! Ich bin in die Schule gegangen, aber wollte dich nicht wecken. Bleib du doch zu Hause. Es ist ja sicher nicht leicht für dich, also ruh dich aus. Bin um 2 Uhr wieder da! Lg Tom“
Wie süß! Er machte sich schon Sorgen um mich und das Kind! Ich machte mich fertig und ging dann vorsichtig nach unten in die Küche. Ich zögerte etwas, betrat sie dann aber doch. Dort saß Simone, unsere Ma. „Morgen!“, sagte sie lächelnd. „Und, hast du schon einen Namen? Weißt du schon, was es wird?“, fragte sie drauf los. „Na ja. Es wird höchstwahrscheinlich ein Junge. Und einen Namen hab ich noch nicht wirklich. Ich schwanke noch so etwas.“, sagte ich und setzte mich zu ihr. „Hm, sag mal!“ „Also, da wären Felix, Max, Julius, Lars, Jan... boa! Was war denn da noch?!“ „Ich glaub, das reicht.“, sagte Ma und lachte. „Ja, ok. Aber das sind doch so viele schöne Namen.“, sagte ich. „Nimm einfach den, der Tom auch gefällt!“, sagte Ma. „Ich weiß doch nicht welch...“, begann ich, doch ich wurde unterbrochen. „Felix ist doch süß!“, sagte Tom und nahm mich in den Arm. „Na, wieder da?“, fragte Ma und Tom nickte. „Na, dann lass ich euch Zwei mal alleine.“, sagte sie lächelnd und verließ die Küche. „Ich hab dich derbst vermisst.“, flüsterte Tom mir zu. Ich küsste ihn. „Ich dich doch auch.“, sagte ich danach. Tom lächelte. „Komm, wir gehen etwas spazieren.“, meinte Tom dann und ich nickte. Wir gingen dann etwas durch den Wald und trafen, Gott sei dank, keinen einzigen Fan. Als wir wieder zu Hause bei Tom waren, verabschiedete ich mich gleich und ging zu mir nach Hause. Caro stand aufgelöst im Flur und weinte. „Hey, was ist denn?“, fragte ich. „Ich dumme Kuh hab mich verliebt und er würdigt mich keines Blickes!“, schluchzte Caro. „Wer denn?“, fragte ich sie und legte meinen Arm um sie. „Na, Gustav halt.“, sagte sie leise. „Ach, das wird schon. Der ist doch nur genauso schüchtern, wie du und ich.“, lächelte ich ihr aufmunternd zu. „Ja, hast ja Recht. Ich bausch mich da jetzt nicht rein, sondern warte etwas ab.“, sagte sie und ging auf ihr Zimmer. Ich verschwand dann auch in meinem Zimmer und legte mich aufs Bett. Dann schlief ich ein. Ich wachte um 1 Uhr auf und sah auf den Kalender. Zufällig natürlich. Ach, schon der 31 August. Morgen hatten Tom und ich Geburtstag. Ich stand auf und schlich in die Küche. Dort saß jemand und schluchzte. Er hatte seinen Kopf in seinen Armen verborgen und lag damit auf dem Tisch. Ich ging näher hin und sah, dass es Tom war. Ich legte meine Hand auf seine Schulter und er zuckte zusammen. Als er mich dann sah, lächelte er gequält. „Was ist denn, hm?“, fragte ich und setzte mich auf seinen Schoss. „Es ist wegen Bill!“, sagte Tom. „Er wacht jetzt seit fast 9 Monaten nicht mehr auf!“, schluchzte Tom. „Hey, das wird schon wieder.“, sagte ich aufmunternd zu ihm. „Vielleicht.“, sagte Tom und sah mich an. „Darf ich heute hier bleiben?“, fragte er. Ich nickte und er kam mit auf mein Zimmer. Dort legten wir uns ins Bett und Tom kuschelte sich an mich. Vor Erschöpfung schlief er dann auch ein. Am nächsten morgen weckte er mich und lächelte, als ich die Augen öffnete. „Happy Birthday.“, flüsterte er mir zu. „Happy Birthday zurück.“, lächelte ich und küsste ihn.

Kapitel 8: No happy birthday?!
Wir machten uns fertig und gingen dann nach unten und frühstückten. Danach gingen Tom und Caro in die Schule. Ich war alleine zu Hause. Nach einiger Zeit Langeweile, setzte ich mich aufs Sofa und sah etwas fern. Um halb 2 Kamen Tom und Caro wieder. „Hey! Heute Abend feiere ich meinen Geburtstag. Willst du auch kommen?“, fragte Tom als Begrüßung und gab mir einen Kuss. „Ja, gerne!“, sagte ich und gab ihm auch einen Kuss. „Ok, komm dann um 8 Uhr bei mir vorbei, ja? Ach ja, Caro kommt auch, oder?“, fragte er an Caro gewandt. Diese nickte. „Ok, tschau ihr Süßen!“, sagte Tom und ging. Ich setzte mich zu Caro. „Sag mal, du weißt schon, dass Gustav auch kommt?“, fragte ich sie. „Ja, weiß ich.“, sagte sie stockend. „Und du weißt, was passieren könnte, wenn er eine andere angräbt?“, fragte ich sie. „Ja, weiß ich.“, sagte sie wieder. „Ok, dann ist ja gut. Aber sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt!“, sagte ich und ging mich fertig machen. Um halb 8 Waren wir dann komplett fertig und gingen schon einmal zu Tom rüber. „Hey, was macht ihr denn schon hier?“, fragte Tom lächelnd und gab mir einen Kuss. „Wir waren halt schon so früh fertig.“, sagte Caro. „Ok, dann kommt mal rein. Gustav ist auch schon da.“, sagte Tom und ich hörte Caro einmal tief durchatmen, bevor sie das Haus betrat. Tom zog mich dann auch hinter sich her ins Wohnzimmer, wo Gustav und Caro schon auf einem Sofa saßen. Beträchtlich eng aneinander. Tom und ich setzten uns auf das andere Sofa. Um 8 klingelte es und Georg kam rein. „Hey ihr alle!“, sagte er freudig. „Hey du!“, kam es im Chor zurück. Er setzte sich auf einen Sessel und wir redeten über Gott und die Welt. Mehr Leute hatte Tom nicht eingeladen, da Andreas nicht konnte und sonst niemand mehr richtig mit ihm befreundet war. Um 9 Uhr wollten wir Flaschendrehen, doch ich hatte plötzlich so einen Druck im Bauch. „Ich geh mal kurz auf Toilette.“, sagte ich und machte mich auf den Weg ins Bad. Es wurde nicht besser und dann kam ich endlich beim Bad an. Ich öffnete die Tür, ging hinein und schloss die Tür hinter mir. Dann wurde der Druck auf einmal sehr stark und es begann zu schmerzen. Plötzlich spürte ich etwas Nasses zwischen meinen Beinen. Oh nein! Was war denn jetzt los?! Ich schrie vor Schmerzen und nach kurzer Zeit hämmerte jemand gegen die abgeschlossene Tür. „Ella! Was ist los?!“, schrie Tom. „Platz da!“, sagte Caro. „Hey! Mach doch die Tür auf!“, sagte sie. „Dann können wir dir vielleicht helfen!“, Ich versuchte aufzustehen, was jedoch erneut grauenvolle Schmerzen verursachte. „G ... e ... h ... t ... ... n ... i ... c ... h ... t!“, schrie ich unter Schmerzen auf. „Tom, habt ihr einen Zweitschlüssel fürs Bad?“, fragte Caro hinter der Tür. „Ja, aber ich weiß nicht wo.“, sagte Tom. „Er ist im Schlafzimmer ... Im rechten Nachtschränkchen!“, schrie ich und presste dann die Lippen zusammen, um nicht laut aufzuschreien. Caro rannte wohl los, jedoch dauerte es etwas. „Tom! Ich find ihn nicht!“, rief sie. Tom lief wohl zu ihr. Ich hatte immer noch Schmerzen. Gustav schrie etwas, wie von wegen: „Sie ist da drin! Wir wissen auch nicht, was los ist.“ Wohl zu einem Arzt. Ich sah noch, wie die Tür aufging, dann verlor ich das Bewusstsein.
Ich wachte wieder auf und befand mich in einem Krankenhaus. Tom saß neben meinem Bett und lächelte. „Wie haben jetzt einen kleinen Sohn…“, flüsterte er. „Schön…“, flüsterte ich leise. Tom gab mir einen Kuss und nahm mich in den Arm. „Tom. Ich will jetzt endlich mal Bill sehen.“, sagte ich. „Ok, wie du willst. Komm.“, sagte Tom und half mir hoch. Wir gingen zusammen zur Intensivstation und die Schwester sah Tom grimmig an. „Noch mal sag ich's nicht! Nur einer!“, sagte sie. Tom nickte mir zu und ich ging zu mir ins Zimmer. Mein Gott, wie ich aussah! Grauenvoll! Ich lief zu „mir“ und setzte mich hin. „Küss ihn...“, sagte eine Stimme, die ich zu Sarah zuordnete. „Aber...“ „Küss ihn! Jetzt!“, befahl die Stimme und ich küsste „mich“. Plötzlich wirbelte alles durcheinander und ich wachte erschrocken auf. Ich sah neben mich und da lag ein Mädchen. ICH! Ich schrie auf und Tom, sowie die Krankenschwester kamen ins Zimmer gestürmt. Mir traten Tränen in die Augen und ich begann zu schluchzen. Tom sah fassungslos zu „mir“ bzw. zu Sarah. „Nein.“, flüsterte er. „Tom? Ich bin so durcheinander. Was ist passiert? Wo bin ich?“, winselte ich. Tom kam zu mir und nahm mich in den Arm. „Ach Bill, du bist vom Balkon gefallen. Und  9 Monate lang lagst du im Koma.“, sagte Tom. „Nein! Ich war doch die ganze Zeit bei dir! Und bei Caro und Gustav und Georg. Und bei Ma... Und heute haben wir doch Geburtstag und dann bin ich doch...“ Ich wurde unterbrochen. „Nein! Bill, nicht!“, rief Caro und stürmte ins Zimmer. „Aber er muss es doch wissen.“, sagte ich und sie sah zu Boden. „Da hast du Recht.“, sagte sie und sah mich an. „Ok, erzähl ihm die Wahrheit über Ella.“, sagte sie leise. „Was?!“, fragte Tom irritiert. „Du solltest dich setzten.“, sagte Caro. „Ich bin Ella. Ella ist ich. Aber irgendwie auch gleichzeitig unsere Drillingsschwester Sarah, die mir dadurch das Leben gerettet hat.“, sagte ich langsam. „Was?!“, schrie Tom. Caro und ich nickten. „Ich hab mit meiner Drillingsschwester ein Kind?!“ „Nein, mit mir...“, sagte ich leise. Tom sah mich erschrocken an. „Oh mein Gott!“, sagte er dann. Er sank in sich zusammen. „Oh mein Gott! Oh mein Gott!“, faselte er immer wieder vor sich hin. „Wir machen einen Test!“, sagte er dann. „Schwester! Wir wollen einen Vaterschaftstest und Mutterschaftstest machen!“, sagte Tom. „Ok, wartet. Eben eure DNS.“, sagte sie und nahm von mir, Tom und Sarah DNS. Dann ging sie.

„Euer Ergebnis kommt ungefähr in 5 Stunden. Schlaft ruhig etwas.“, sagte sie und verschwand wieder. „Ich geh nach Hause!“, sagte Caro und Tom nickte. „Ich auch.“, sagte er. „Ich will Felix sehen!“, sagte ich. „Ja, geh doch zu ihm!“, sagte Tom. „Nein, ich will ihn bei mir haben!“, sagte ich. Eine Schwester brachte ihn kurze Zeit danach ins Zimmer und ich nahm ihn auf den Arm. Er schlief sofort ein und sah einfach so süß aus! Ich streichelte ihm über den Bauch und legte ihn zurück in sein Bettchen. Dann schlief auch ich ein. Am nächsten morgen wurde ich von einem aufgeregtem Tom geweckt. „Das Ergebnis ist da!“, sagte er. Die Schwester öffnete den Briefumschlag und las vor. „Also, zuerst zum Vater. Zu 99,9 Prozent ist Tom Kaulitz der Vater von Felix.“ „Gut.“, murmelte Tom. „Und die Mutter ist... Ehm, das kann doch nicht stimmen!“, sagte die Schwester verwundert. „Was denn?“, fragte Tom und linste auf das Blatt. Ihm stand der Mund weit offen. „Bill Kaulitz.“, sagte die Schwester dann. Tom sah sie mit weit offenem Mund an. „Ne, oder?“, fragte er. Doch sie nickte. Er sah mich an. Dann wandelte sich sein Blick zu einem angewiderten anglotzen. Ich sah ihn traurig an. „Ich hasse dich!“, zischte Tom. „Wie kannst du es nur wagen?!“, schrie er und rannte weg.

Ende

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Brüder

1. Teil: Kapitel 1-10 ; Kapitel 11-20 ; Kapitel 21-30 ; Kapitel 31-40 ; Kapitel 41-43 (Ende)
2. Teil: Kapitel 1-10 ; Kapitel 11- Ende
3. Teil: Kapitel 1 ; Kapitel 2

Deep Inside

1. Teil: Kapitel 1- 8 (Ende)

Zusatz

FFs: Lebe die Sekunde ; Totgeliebt ; Instant Karma
Sonstiges: Gegen Fremdenfeindlichkeit ; Bill ; Tom
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